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Dzubbe

Ident. Nr.: II C 340

ObjID: obj:514174

Details (Expert)

Beteiligte
Hans Findeisen (1903 - 1968),
Sammler*in
Nata Findeisen (1929),
Sammler*in
Datierung
Ende 19. Jh.
Geografische Bezüge
Abmessungen
Länge x Breite: 130 x 75 cm (Schulterbreite 54 cm)

Objektbeschreibung

Der langärmlige Chalat mit Eingriffsschlitzen gehörte einem krimtatarischen Mullah. Islamische Geistliche bzw. Gelehrte waren an dieser edlen Seidenkleidung zu erkennen.
Die seit Ende des 18. Jh. mehrheitlich von Russen bewohnte Halbinsel war als Khanat ab 1475 Vasallenstaat des Osmanischen Reiches, bevor sie 1774 russisches Protektorat und 1783 dem Zarenreich einverleibt wurde. Die Kultur der Krimtataren war osmanisch beeinflusst und erlebte im 16./17. Jh. ihre Blütezeit; Hauptstadt des Khanats war Bachtschissarai mit dem heute noch zu bewundernden Khanspalast. Die Krimtataren waren im Laufe der Geschichte immer wieder Repressionen ausgesetzt.

Letzte Aktualisierung: 27.02.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."