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Ident. Nr.: II C 477

ObjID: obj:514311

Details (Expert)

Beteiligte
Hans Findeisen (1903 - 1968),
Sammler*in
Datierung
1920er Jahre
Abmessungen
Länge x Breite: ca. 17 x 9 cm

Objektbeschreibung

Der Tabaksbeutel ist aus vier Teilen zusammengenäht. Die Seitenteile aus grün gemustertem Stoff sind nach innen gefaltet. Die äußeren zwei Teile bestehen aus weinroten Baumwollsatin, der mit Metallfäden und blauem Stickgarn mit Kettenstich bestickt ist. Als Ornament dient ein Stengel mit verschiedenen Blüten. Der Blütenstengel ist von einer Borte in Kettenstich umrandet. Der Beutel ist innen mit gestreiftem rosa Baumwollstoff gefüttert. Er ist oben mit einem gewebten, grünen Wollband verschließbar, dessen Enden mit Perlen und Metallfransen verziert sind. An den drei Ecken am unteren Ende des Beutels hängen ebenfalls Perlen und Metallfransen.

Solche selbstgefertigten Tabaksbeutel wurden dem Bräutigam von der Braut zur Hochzeit geschenkt.
Von den Sammlern ist der tatarische Eigenname "Késé" (kyrill. кесе = кисей) überliefert.

Letzte Aktualisierung: 12.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."