Ident. Nr.: II C 1214
ObjID: obj:515046
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- vor 1912
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Birkenwurzeln, geflochten
- Abmessungen
- Höhe x Durchmesser: 5 x 23 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/515046
Objektbeschreibung
Käseform aus Birkenwurzeln geflochten.
Die Käseherstellung war für die Sámi eine Methode, die große Menge an Milch, welche die Rentiere während der Sommermonate produzierten, auch für den Winter zu konservieren. Die bei der Käseherstellung nötige Zufuhr von Lab erfolgte, indem man die Milch, meist lauwarm, in die aufgehängten Labmägen der Rentiere goss. Aufgrund des hohen Fettgehaltes koaguliert Rentiermilch in Verbindung mit Lab sehr schnell. Die Käsemasse wurde in die Form gedrückt, so dass der Käse das Muster von der Form annahm. Sollte der Käse später verkauft werden, konnte der Käse mit einem schöneren Muster einen höheren Preis erzielen. Der Käse wurde im Rauchabzug der Kåta getrocknet und geräuchert. Das Melken der Rentiere ist heute unüblich geworden, viele Sámi haben sich stattdessen Ziegen zugelegt.
Letzte Aktualisierung: 09.03.2026
Kontakt
Einrichtung:
Museum Europäischer Kulturen
E-Mail:
mek@smb.spk-berlin.de