Ident. Nr.: II C 1275
ObjID: obj:515109
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- vor 1912
- Geografische Bezüge
- Abmessungen
- Länge x Breite: 32 x 6 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/515109
Objektbeschreibung
Nähzeuggehänge.
Genäht wurden insbesondere Kleidung und andere Textilien. Nadeln, Sehnengarn sowie anderes Garn wurden in der Nadelbüchse verwahrt. Diese beinhaltete normalerweise ein in Leder eingeschlagenes Nadelkissen aus Wadmal (gewalkter Wollstoff). Die Form der Nadelbüchse ist zylindrisch und sie wird aus Knochen - oder seltener wie hier aus Messing - hergestellt. Normalerweise wird sie an einem Messingring als Teil eines Gehänges am Gürtel getragen.
Messing, insbesondere Ringe daraus, sollen nach der traditionellen Vorstellung der Sámi vor dem Bösen (im nichtchristlichen Kontext vor den bösen Göttern) schützen. Bei Nähzeuggehängen, die aus spitzen und scharfen Gegenständen, wie Nadeln, Messer und Schere bestehen, sollte damit u.a. der Verletzungsgefahr vorgebeugt werden.
Letzte Aktualisierung: 06.03.2026
Kontakt
Einrichtung:
Museum Europäischer Kulturen
E-Mail:
mek@smb.spk-berlin.de