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Ident. Nr.: II C 1950

ObjID: obj:515995

Details (Expert)

Beteiligte
Ferdinand Siemssen (1811 - 1879),
Sammler*in
Datierung
vor 1882
Geografische Bezüge
Material / Technik
Bimsstein (?)
Abmessungen
Länge x Breite x Höhe: 7 x 7 x 2 cm

Objektbeschreibung

Ein handflächengroßer, leichter Stein (Bimsstein o.ä.).

"Erzählung von dem Schlangenstein

Der, der den bekommt, der wird niemals von dem Gesetz überwunden - aber wer ihn nur bekommen könnte! - Man muß den Paarungsplatz der Schlangen finden; wenn sie sich paaren, dann werfen sie diesen weißen Stein hierhin und dorthin, und der, der dann hingeht und sie heimlich belauscht, wenn sie den Stein wegwerfen, der kann den Stein erwischen und an das Wasser laufen, und wenn er vor der Schlange an das Wasser kommt, dann bekommt er den Stein. Aber wenn die Schlange zuerst an das Wasser kommt, dann ist es ja gefährlich. Aber der, der vorher untersucht hat, wo das nächste Wasser ist, der kommt zuerst; sie werden ein wenig dadurch aufgehalten, dass sie nach dem Stein suchen, und währenddessen ist der Mann längst nach dem Wasser gelaufen, und wenn er ihn bekommen hat, dann ist er ja ein Gesetzesmensch sein Leben lang."

Aus:
Johan Turi (1910[1982]): "Erzählung von dem Leben der Lappen"; S.152.



Ähnliche Vorstellungen gibt es in ganz Europa, beispielsweise Erzählungen über den Schlangenkönig und seine Krone...

Letzte Aktualisierung: 18.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."