Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- vor 1935
- Material / Technik
- Korbgeflecht, Leder
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 65 x 29 x 17 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/518050
Objektbeschreibung
Der geflochtene Ballkorb besteht an der Basis aus einem etwa bleistiftlangen, ca. 1 x 2 cm dicken Holzteil. Darin sind der gebogene Außenbügel von etwa 1 cm Durchmesser, sowie fünf „Spanten" eingelassen. Diese sind allesamt dicht mit schmalen, flachen Bändern des geglätteten Flechtmaterials umwickelt. (Oben Reste einer Fadenfixierung.)An der Außenseite ist unten ein braunes, handschuhähnliches Lederteil angenäht, welches der sicheren Handhabung des Spitzkorbs dient. Es hat fünf Kammern für die Finger und zwischen Mittel- und Zeigefinger eine kurze Lederschlaufe zur Aufhängung. Am Übergang zwischen Leder- und Korbteil wurde (provisorisch?) eine braune Mullbinde angebracht.Pelota ist ein Ballspiel, das heute noch in der Region des Baskenlands (im heutigen Spanien und Frankreich) gespielt wird. Dabei stehen gegnerische Spieler*innen einer Frontón genannten Prellwand gegenüber, auf die sie den Ball mit Hilfe des Spitzkorbs schleudern und damit auch wieder fangen. Der Spitzkorb wird Xistera genannt, eine Spielvariante ist das Jai Alai. Dieser Spitzkorb stammt aus Gipuzkoa. Dort wird meist mit dem aus Weidenzweigen geflochtenen Wurfhandschuh gespielt. Diese Art Wurfhandschuh kam erst verhältnismäßig spät in Gebrauch und stammt aus dem französischen Pays Basque. Anfang der 1860er-Jahre benutzte Dithurbide Gantchiki, der 14-jährige Sohn eines Obstkorbflechters in St. Peé, zum Spiel einen für die Region typischen Obstkorb aus der Werkstatt seines Vaters statt des Lederhandschuhs. Die Vorteile waren so groß, dass der Vater dem Sohn einen Spielhandschuh (in Form des Lederhandschuhs) aus Weidengeflecht anfertigte. g.
Letzte Aktualisierung: 12.12.2025
Kontakt
Einrichtung:
Museum Europäischer Kulturen
E-Mail:
mek@smb.spk-berlin.de