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Ident. Nr.: II D 288 c

ObjID: obj:527127

Details (Expert)

Datierung
19. Jh.
Geografische Bezüge
Material / Technik
Silber, Glassteine, gelötet, ziseliert, Niello
Abmessungen
Länge x Breite: 55 x 14 cm (Tasche: 10 x 11 cm)

Objektbeschreibung

Die Metalltasche hat oben eine rechteckige Öffnung mit den Maßen 4 x 1 cm zum Einbringen der Amulette. Sie ist auf der Vorder- und Rückseite reich ornamental ziseliert und mit roten und lila Glassteinen bzw. Türkisen geschmückt. Auf beiden Seiten befinden sich ziselierte arabische Schriftzüge. Für die Verzierung wurde auch die Niello-Technik verwendet.
Sie hat über die gesamte Breite Fransen aus Metall und großen weißen bzw. kleinen roten und weißen Glasperlen. Die Tasche hängt an vier Metallketten. Als Schmuck ist alle 8 cm eine fast quadratische Metallscheibe eingefügt, die mit gefaßten Glasteinen und Türkisen verziert ist. Im unteren Bereich wird die Tasche durch eine verzierte Metallkette waagerecht verbunden.

Niello bezeichnet eine Technik, bei die Verzierung meist auf Silber eingraviert und anschließend mit einer heißen, schwarzen Masse ausgefüllt wird. Nach dem Erkalten wird der Überstand weggeschabt und die Oberfläche abgeschliffen und poliert. Die schwarz ausgefüllten Stellen bilden am Ende einen schönen Kontrast zu den glänzenden Metallflächen.

Letzte Aktualisierung: 12.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."