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Ident. Nr.: N (25 A) 1/1997,220

ObjID: obj:529007

Details (Expert)

Beteiligte
P. und C. Harbig,
Hersteller*in
William Budzinski (1875 - 1950),
Sammler*in
Datierung
Herstellung: um 1910
Abmessungen
Länge x Breite x Höhe: ca. 34 x 29 x 8 cm

Objektbeschreibung

Aus Panama-Stroh geflochtener schlichter Herrenhut, der seiner Form nach auch als „Kreissäge" bezeichnet wird. Der Rand wurde 1 cm nach außen umgeschlagen. Ein schwarzes Seidenripsband mit seitlicher Schleife (ca. 5 cm breit) und eine dünne schwarze Hutschnur bilden die Garnierung. Der Hut hat innen einen Seidenspiegel, darin golden eingeprägt P.&C. Habig Wien, Berlin K. u. K. Hofhutfabrikanten. Außerdem ist er mit einem Tüllfutter versehen und hat ein feines Lederschweißband mit Seidenschnurdurchzug. Im Leder eingeprägt P.&C. Habig, Berlin. Ein angehängter Zettel mit Budzinski-Beschriftung u.a. „Maurla Habreg" (?).

Das Flechtmaterial für diesen Hut ist das in Südamerika beheimatete sogenannte „Toquillastroh“ des Scheibenblumengewächses (Carludovica palmata). Der Hut wird in der Mitte begonnen und durch feinste Flechtarbeit entsteht das sehr leichte, dichte Flechtgewebe.
Panama-Hüte wurden zuerst in Ecuador geflochten. Sie gelten als leichteste, komfortabelste Sonnenschutzhüte. Durch ihre aufwändige Herstellung sind sie nicht preiswert. Ein weiteres Herstellungszentrum war um 1905 der Ort Monte Christi in der Republik Domingo (Dockhorn, 1905, S. 998.)
In der Zeitschrift Berliner „Die Woche" Heft 23, 1905, S. 998-1001 beschreibt Traude Dockhorn anhand einer Hutfabrik im Elsass den Herstellungsprozess von Panamahüten in Europa. Sie erwähnt auch, dass Weizenstrohhüte aus der Provinz Toskana lange Zeit als die besten „Panamas" in Europa galten. (S. 999). Über den Arbeitsaufwand der echten Hüte berichtet Dockhorn: „Jeder Flechterin braucht zwei bis acht Tage für einen Panamahut, für die einfachen, sogenannten Palmhüte, d.h. solche, die aus minderwertigem Material hergestellt und auch nicht so sorgfältig verwendet werden, etwa drei" (S. 1001).

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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