Ident. Nr.: N (23 H) 1/1997,171
ObjID: obj:529158
Kontakt
Einrichtung:
Museum Europäischer Kulturen
E-Mail:
mek@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- um 1830
- Material / Technik
- Baumwollatlas; Leinengewebe, genäht; Metallnieten; Fischbein und/oder Holz; Schnürband ergänzt
- Abmessungen
- Länge: 37 cm 49 cm (mit Trägern)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/529158
Objektbeschreibung
Das schlichte, hinten mit Hilfe von 9 Metallnieten geschnürte Mieder hat eine gerade abschließende Oberkante und weit außen ansetzende, schmale Träger. An der unteren Kante ist ein leichter Bogen gearbeitet, der die vordere Mitte betont. Hier ist auf der gesamten Länge ein breiter Stab - "Blankscheit" genannt - eingenäht, zahlreiche weiter Verstärkungen unterschiedlicher Länge und Breite sowie eingesetzte Zwickel konturieren den weiblichen Oberkörper entsprechend der modischen Ideallinie.
Nach der Befreiung des weiblichen Körpers durch die antik inspirierte Mode der Zeit um 1800 führte die darauf folgende Epoche wieder Korsetts und Reifröcke ein. Schnürmieder wurden nun anders als im 18. Jh. ausschließlich als Unterkleidung getragen, was isch auch in der einfachen Ausführung und den entsprechenden Materialien zeigt. Schnitt und Linienführung des vorliegenden, handgenähten Mieders lassen eine Datierung in die frühen 1830er Jahre zu, als die Damenkleider häufig mit weitem Dekolleté und gerader Taillenlinie in natürlicher Höhe gearbeitet wurden.
(aus dem Ausstellungskatalog "Ridikül! Mode in der Karikatur 1600 bis 1900" hrsg. v. Adelheid Rasche & Gundula Wolter, 2003)
Letzte Aktualisierung: 29.06.2026
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Museum Europäischer Kulturen
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