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Ident. Nr.: N (26 P) 1/1997,1

ObjID: obj:529286

Details (Expert)

Beteiligte
Georgette Francis,
Hersteller*in
William Budzinski (1875 - 1950),
Sammler*in
Datierung
1923
Geografische Bezüge
Material / Technik
Gold-Brokat; Samtfutter, bestickt
Abmessungen
Länge: 117 cm

Objektbeschreibung

Kragenloser Mantel mit spitzem Ausschnitt aus Goldbrokat (blauer Untergrund mit goldfarbenen und roten Ornamenten) ohne Verschluß.
Das Futter aus gelbem Samt hat Wollstickereien am linken Vorderteil, am Rücken und einen durchgehenden Streifen in Schulterhöhe). In die Wollstickerei ist gelber bzw. roter Chiffon (?) einbezogen, die Umrisse sind zum Teil mit Metallgarn verziert.

1935 wurde im Inventarbuch "Abendmantel gelackter Brokat (Pruschinski), Erna B., 1923, mit Hermelinkrg." zu diesem Stück vermerkt.
Der Brokatstoff des Mantels sieht sehr stark verpreßt aus. Möglicherweise bezeichnet 'Lacken' die mechanische Behandlung des Gewebes, etwa vergleichbar mit der Herstellung von Moiré. Brokate dieser Art scheinen damals nicht selten zu sein, denn auch in der Beschreibung eines Bühnenkostüms von 1924 wird der Begriff 'gelackter Brokat' verwendet.
Die Eintragung 'Pruschinski' lässt vermuten, dass der Mantel noch aus der Berliner Kostümfirma Bruno Pruschinski stammte, die William Budzinski 1912 übernahm.
Die Gattin des Kostümbildners und -sammlers, 'Erna B.'udzinski, wird den Mantel wohl hauptsächlich getragen haben. Wobei nicht auszuschließen ist, dass auch William selbst der Träger war, denn der Schnitt hat keinerlei Abnäher und ist somit geschlechtsneutral.
Die Erwähnung eines Hermelinkragens läßt vermuten, dass dieser zu sehr zerstört war und später abgetrennt werden musste. Am Halsausschnitt haben sich blaue Nähfadenreste erhalten.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."