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Ident. Nr.: D (24 F 54) 713/1971

ObjID: obj:536633

Details (Expert)

Datierung
Ende 19. Jh.
Material / Technik
Seide, Tüll, künstliche Blumen
Abmessungen
Durchmesser: 13 cm

Objektbeschreibung

Das Taufhäubchen besteht aus einem Streifen rosa Stoff, der im Scheitelpunkt gekraust und oben zusammengenäht ist. Er ist mit einem gemustertem Tüllstoff überzogen. Am Rande und auf dem Scheitel sind Tüllrüschen angebracht. Das Häubchen ist mit einem Kranz künstlicher Blumen, einer einzelnen Rose an der Stirn und hellroten Schleifen verziert. Am Rand befinden sich hellrote Bindebänder.

Das Häubchen stammt aus der Sammlung Mötzel aus Nördlingen, Bauernstube genannt. Friedrich Mötzel (1897-1971) hat sie in jungen Jahren in den Dörfern des Nördlinger Ries gesammelt.
Nach dem Konkurs seines Bankhauses wählte Friedrich Mötzel im Alter von 74 Jahren den Freitod.

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."