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Ident. Nr.: D (26 B 10) 117/1959

ObjID: obj:537229

Details (Expert)

Datierung
um 1900
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: (Bandlänge 40 cm) 50 x 25 cm

Objektbeschreibung

Geflochtener Kopf und Rand. Beide sind belegt mit Strohseilen, -rosetten und beweglichen -sternchen. Im Nacken unterhalb der Krempe ist eine rosafarben gefütterte Versteifung, die außen dicht mit künstlichen Blumen besetzt ist. Von dieser Versteifung hängen acht schmale, rote Bänder herunter, die oben zu einem Zopf verflochten sind.

Der kleine, runde Hut besteht aus eng vernähten Weizenstrohbändern. Er ist mit zahlreichen Garnierungen aus geflochtenen Strohborten verschiedenster Form versehen. Diese bilden u.a. Sonnen- und Sternornamente sowie auf dem Oberteil ein "wildes Gekräusel". Die Seite ist mit einem bandartigen Geflecht aus mehreren geflochtenen Strohborten versehen. Alle Strohverzierungen sind auf den schlichten Hut aufgenäht. Den Randabschluss der Krempe bildet eine zackig geformte Strohborte. Die Hutinnenseite ist ungefüttert und ohne Schweißband. Hinten hat sie ein stoffbezogenes, angenähtes Teil, welches dicht mit kleinen künstlichen Stoffrosen besetzt ist. Daran sind seitlich acht rosa Seidenbänder angeflochten, deren lange Enden in einer Art Knoten enden.
Dieser kleine Hut muss oben auf dem Kopf sitzen, er hat selbst keine Befestigungsmöglichkeit.
Der Hut war Teil einer Trachtensammlung der Kunsthändlerin Roth, München, Barerstraße, die im August 1959 über Lilo v. Kramer an das Museum kam. Nach Auskunft des Inventarbuches ging das einstige Inventarverzeichnis der Sammlung Roth kriegsbedingt verloren. Die Stücke wurden von ihr "meist aus erster Hand zusammengestellt." Die Herkunftsbestimmung der Stücke erfolgte laut Inventarbuch im Einvernehmen mit Dr. Döderlin (Bayr. Nationalmuseum Nürnberg) und Dr. Kriss-Rettenbeck.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."