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Speckseiten-Zoeger

Ident. Nr.: D (7 B 1) 552/1963

ObjID: obj:538892

Details (Expert)

Datierung
1799
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 45 x 60 x 15 cm (mit Griffen)

Objektbeschreibung

Liegend, rechteckige Tasche. Innen sieht man die Flechtarbeit. Außen ist sie mit geschwärztem Leder überzogen, in diesem jederseits drei Fenster, durch die man die Flechtarbeit sieht. In ihnen sind auf der einen Seite Blüten, auf der anderen die Initialen ME und die Jahreszahl 1799 appliziert. An den Seitennähten Reste von Wollpuscheln. Auf den Seitenmitten je ein geflochtener, lederüberzogener Bügelgriff.
Orts-, Namen- und Gebrauchsangaben von der Vorbesitzerin. Nach ihr heißen solche Taschen (für Einkauf) in Niederösterreich "Zecher"

Tragetaschen dieser Form waren im Alpenraum, in Österreich-Ungarn und Teilen Bayerns weit verbreitet. Sie sind vielseitig verwendbar und sehr belastbar. Diese "Zocher" bzw. "Speckseiten-Zoeger" genannte Tasche entstand 1799 und besteht aus einem längeren, an den Seiten vernähten Strohgeflecht, welches mit einem feinen Rindslederbezug samt personifizierten Verzierungen versehen ist. Das Henkelmaterial wurde zopfartig in die Taschenwandung eingeflochten. Die Tasche wurde 1963 von Therese Kernstock aus Stadl-Paura bei Lambach in Niederösterreich erworben.
Ähnliche Taschen aus Weizenstrohbändern, die Berchtesgadener Zegga, fertigt Willi Meilinger in 

Eine ähnliche Tasche siehe: Hans Karlinger: Deutsche Volkskunst/Bayern. Weimar, 1942, Abb. 87.

vgl. Katalog "Arts Populaires d' Autriche", Museum für Volkskunde Wien, Abb. S. 13

Letzte Aktualisierung: 24.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

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Querformat. Oben in der Mitte auf Wolkenkissen Maria Hilf. Dunkler Himmel, im Hintergrund Bäume. Im Vordergrund ein Fluss, links geschwungener Holzsteg, aus dem ein Stück fehlt. Im Fluss schwimmend Fuder mit zwei Pferden bespannt, Frau, Mann auf Holzstück und Kind, sich an einem Brückenpfahl haltend. Rechts am Ufer festgemacht, wohl Schiffsmühle. Unter der Darstellung Schriftband: Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!Durch die untere Häfte dieses Votivbildes schimmert ein Älteres durch. Man erkennt vor einem großen Hause einen bespannten Wagen mit zwei Männern. Am rechten Rand: 1786 EXVOTO (?)Die Votivtafel wurde im August 1968 in Gemäldegalerie gerönt und infrarot aufgenommen. Wagen von links mit 2 Pferden und Reiter stößt gegen den mit 4 Pferden bespannten Heuwagen. (?) Reiter des Sattelpferdes blickt zurück zu einem Mann, der vor die Hinterräder gefallen ist. Auf Hausgiebel kleine stehende Muttergottes. Druch die Aufnahme die Lesung der Inschrift bestätigt.