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Ident. Nr.: D (18 C 28) 429/1959

ObjID: obj:540067

Details (Expert)

Abmessungen
Höhe x Breite: 56 x 61 cm

Objektbeschreibung

Dünnes Leinentuch mit eingewebtem, schmalem, rotem Randstreifen und 6 weißen, 4 mehrfarbigen Stopfen. Ein rot-weißer Stopfen ist nur zur Hälfte fertig. Eine Hälfte des Tuches ist leer.

Das Museum Europäischer Kulturen besitzt rund 125 Stopfmustertücher. Bei diesem sind alle Stopfen sehr sorgfältig und aufwändig gearbeitet, wie sich am rot-weißen unvollendeten Stopfen besonders gut erkennen lässt. Außerdem sind die sechs weißen Stopfen fast unsichtbar und nur durch die unterschiedliche Alterung von Stopfgarn und Leinen zu sehen.

Das Westberliner Museum für Deutsche Volkskunde kaufte das Tuch 1959 als Teil der über 400 Objekte umfassenden „Sammlung Roth“ an.
Das Tuch wurde seit seinem Ankauf nie ausgestellt. Erst 2023 präsentierte es das MEK zum ersten Mal in einer zweiwöchigen Pop-Up-Ausstellung anlässlich des Workshops „Darning – The Art of Plugging Holes“ in der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."