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SE 1833

Ident. Nr.: D (18 C 32) 524/1967

ObjID: obj:540071

Details (Expert)

Datierung
1833
Abmessungen
Höhe x Breite: 37,5 x 37 cm

Objektbeschreibung

Fast quadratisches Leinentuch, 5 gestopfte Risse, 3 Strickstopfen, 3 Gazestopfen, 9 farbige und 1 weißer Webstopfen, am Unterrand "SE 1833".

Das Museum Europäischer Kulturen besitzt rund 125 Stopfmustertücher. Dieses Tuch kaufte das Westberliner Museum für Deutsche Volkskunde 1967 an. Es stammt laut Angaben der Vorbesitzerin aus einer bürgerlichen Frankfurter Familie, von der sich zwei weitere Stickmustertücher und ein Stopfmustertuch in der Sammlung befinden.

Das Tuch ist für die Forscherin und Stopfexpertin Anja Leshoff besonders variantenreich: mit diversen Gewebebindungen und Maschenvarianten, mit gestopften und eingestopften Stücken. Es hat zudem das Leinentuch perfekt imitierende, nahezu unsichtbare Riss- und Webstopfen. Deshalb wurde es ausgewählt für eine Pop-Up-Ausstellung mit Stopfmustertüchern des MEK, die 2023 anlässlich des Workshops „Darning – The Art of Plugging Holes“ in der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin stattfand.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."