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Marie Wilde. 1859

Ident. Nr.: D (18 C 74) 886/1987

ObjID: obj:540112

Details (Expert)

Datierung
1859
Material / Technik
Leinengewebe, Gewebestopfen
Abmessungen
Höhe x Breite: 38 x 37,5 cm

Objektbeschreibung

Das quadratische Tuch hat einen Hohlsaumrand, am Rand entlanglaufend sind 16 Webmuster in Rot-Weiß mit verschiedenen Bindungen eingearbeitet, in der Mitte des Tuches in rotem Kreuzstich "Marie Wilde. 1859".
Das Museum Europäischer Kulturen besitzt rund 125 Stopfmustertücher. Dieses Tuch wurde dem Westberliner Museum für deutsche Volkskunde 1987 geschenkt. Es sind keine Angaben zur Hersteller:in bekannt.

Das Tuch weist für die Forscherin und Stopfexpertin Anja Leshoff eine ungewöhnliche Anordnung der Stopffelder auf, zeigt aber auch einen Fehler bei einigen Ausführungen, der schnell passieren kann: Die Kettfäden wurden zu fest gezogen, weswegen der Stopfen eine „Sanduhr-Form“ bekam.  Aus beiden Gründen wurde das Tuch ausgewählt für eine Pop-Up-Ausstellung mit Stopfmustertüchern des MEK, die 2023 anlässlich des Workshops „Darning – The Art of Plugging Holes“ in der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin stattfand.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."