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Ident. Nr.: D (26 B 57) 54/1972

ObjID: obj:541091

Details (Expert)

Datierung
um 1910
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: 8 x 39 cm

Objektbeschreibung

Runder Hut, dessen Kopfteil („Köppels") niedriger ist als die stark gewölbte Krempe. Über dem Kopfteil liegt ein schwarzes, breites, ungemustertes Band mit Mottenfraß auf. Innen ist die Krempe mit einem Holzreifen gesteift. Von diesem laufen radial auf der Innenseite zehn breite Bänder, gelblich mit grünem Rand. Gefüttert mit glänzendem, braunem Kattun, der mit bunten Blumen bedruckt ist.

1975: Stroh mit Lusynton gewaschen, innerer Kopfteil mit Akohol gereinigt. Wollband vom Kopfteil in Lusynton gewaschen, Mowilith (VP555 und DMV 1) und schwarzen Futterstoff dubliert, Löcher zusätzlich mit Spannstich befestigt und wieder auf das Kopfteil angenäht.

Der runde Hut mit seiner speziellen, für die Vierlande typischen Form besteht aus sehr fein geflochtenen Strohzöpfen, die maschinell eng aneinandergenäht wurden. Der bis auf ein schwarzes Band schmucklose Hut hat einen glatten Randabschluss. Auf der Innenseite ist der besonderen Aufbau dieser Hutform zu erkennen: Ein kappenartiges, mit braungeblümten Stoff gefüttertes Innenteil ist durch zehn einfache, gurtähnliche Bänder mit einer hölzernen Randleiste verbunden. Diese sorgfältig geglättete schmale Holzleiste hält den Hut in Form und dient der ringförmigen Krempe als Auflage.
Der Hut wurde von Ostern bis Michaelis getragen.

Nach Albert Kretschmer (1887): Die Trachten der Vierlande (siehe https://altevolkstrachten.de/vierlande/ ) dient üblicherweise ein zwischen Krempe und Kopf durchgezogenes schwarzes Seidenband zur Befestigung unter dem Kinn. Dieses ist hier nur noch durch das breites schwarzes Seidenband angedeutet, welches über den Kopfteil genäht ist.
Der Hut ist Teil eines Konvolutes an Trachtenteilen, davon ca. 32 aus Vierlanden, welches 1972 von einem Berliner Vorbesitzer angekauft wurde. Im Inventarbuch ist ein Bleistiftvermerk „Trägerin bekannt!".

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Querformat. Oben in der Mitte auf Wolkenkissen Maria Hilf. Dunkler Himmel, im Hintergrund Bäume. Im Vordergrund ein Fluss, links geschwungener Holzsteg, aus dem ein Stück fehlt. Im Fluss schwimmend Fuder mit zwei Pferden bespannt, Frau, Mann auf Holzstück und Kind, sich an einem Brückenpfahl haltend. Rechts am Ufer festgemacht, wohl Schiffsmühle. Unter der Darstellung Schriftband: Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!Durch die untere Häfte dieses Votivbildes schimmert ein Älteres durch. Man erkennt vor einem großen Hause einen bespannten Wagen mit zwei Männern. Am rechten Rand: 1786 EXVOTO (?)Die Votivtafel wurde im August 1968 in Gemäldegalerie gerönt und infrarot aufgenommen. Wagen von links mit 2 Pferden und Reiter stößt gegen den mit 4 Pferden bespannten Heuwagen. (?) Reiter des Sattelpferdes blickt zurück zu einem Mann, der vor die Hinterräder gefallen ist. Auf Hausgiebel kleine stehende Muttergottes. Druch die Aufnahme die Lesung der Inschrift bestätigt.