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Ident. Nr.: D (6 M 5) 2/1952

ObjID: obj:543847

Details (Expert)

Datierung
Herstellung: 1735
Material / Technik
Eichenholz, Eisenbänder
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 68 x 118 x 58,5 cm

Objektbeschreibung

Auf zwei schmalen Querlatten steht der nach oben an Tiefe zunehmende Kasten mit gewölbtem Deckel. An den Seiten klappbare eiserne Griffbügel. Kanten mit verzierten Eisenbändern. Quer über den Deckel Eisenbänder, die sich dreimal zu Rosetten verbreitern. Auf dem mittleren die Jahreszahl 1735. In dem breiten Mittelband der Vorderwand ein Schlüsselloch mit Deckel.
Zwischen den Bändern der Vorderwand sind Eisenrosetten mit Monogramm AM bzw. KN. Innen ein herausnehmbarer flacher Holzeinsatz.
Aus dem Inneren der Truhe wurde der eingeklebte Kistenbrief (Liebesbrief) herausgelöst und ist jetzt unter der Inventar-Nummer: D (33 A 16) 3/1952 inventarisiert.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."