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Ident. Nr.: D (6 M 56) 642/1966

ObjID: obj:543898

Details (Expert)

Datierung
Herstellung: 1688
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 66 x 149 x 65 cm

Objektbeschreibung

Innenscharniere und Schnappschloss mit Schlüssel innen. An den unverzierten Seiten je ein eiserner Klappgriff, eine Beilade. Der flache Deckel ist durch kräftige, etwas übergreifende Leisten zweifeldrig. Alle Ornamente sind aus furnierstarkem Holz gesägt und aufgeleimt. In den Deckelfeldern zweiteiliges Rankenwerk. Es fehlt zum größeren Teil, die Form lässt sich durch die alte Leimung genau erkennen. Die Vorderwand ist durch aufgesetzte Profilleisten in drei schmale und zwei breite Felder unterteilt. Die schmalen Felder haben oben und unten Rankenwerk bzw. eine Schlüssellochumrandung. In der Mitte der Seitenfelder W und B.. In der Mitte der großen Felder Rundbögen, in dem von diesen gebildeten Mittelfeld je ein Doppeladler. In den oberen Teilen: 1688. Vom Vorderornament fehlen nur geringe Teile.
Angabe des Vorbesitzer: aus einem Bauern- und Hafnerhaus in Nennslingen.
Aus dem gleichen Haus die Schranktür 6 G 40.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."