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Ident. Nr.: D (6 M 102) 83/1973

ObjID: obj:543945

Details (Expert)

Datierung
1790/94/1806?
Material / Technik
Weichholz, bemalt, Eisengriffe
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 55 x 120 x 58 cm

Objektbeschreibung

Kleine Kastentruhe auf vier Klotzfüßen, die Seiten mit zwei Eisengriffen, Deckel mit zwei eingetieften Feldern. Fassade im oberen Teil mit sechs gedrechselten Halbsäulen, die die Fläche in fünf Felder teilen, die beiden äußeren und das mittlere Feld oben und unten jeweils durch schmale Leisten abgeschlossen. Im unteren Drittel ist vor die äußeren und das mittlere Feld ein Holzsteg aufgeleimt. Blumenmalerei in den Feldern und auf dem Deckel mit kurezn Pinselstrichen in weiß und schwarz verstärkt. Besondere Ähnlichkeit mit der Spanspachtelmalerei Thüringens. Deckel: Holz ist durchgehend zweimal in der Tiefe gerissen.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."