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Ident. Nr.: I (42 T) 83/1966,a-b

ObjID: obj:559375

Details (Expert)

Datierung
um 1960
Material / Technik
Eichenholz, gesägt, geglättet
Abmessungen
Länge x Breite x Höhe: a) max. 30 x 16 x 9 cm
Länge x Breite x Höhe: b) max. 16,5 x 10 x 6 cm

Objektbeschreibung

Zwei Biegen:
a) Die große Biege ist aus schwerem Holz mit breiten Jahresringen. Sie hat zwei Durchbohrungen, von denen die untere mit einem Stopfen verschlossen ist. Es gibt starke Gebrauchsspuren (Schlag- und Schleifspuren) am oberen Loch. Ein abgeplatztes Holzstück oberhalb des Loches wurde mit vier Nägeln wieder befestigt.

b) Die kleine Biege für Kranzbinderei aus Dankerode im Harz ist aus leichtem Holz und hat eine große Durchbohrung. Das Holz an der geraden Unterseite ist sehr rauh, an der gerundeten Oberseite dagegen vom Gebrauch glatt und weist leichte dunkle Verfärbungen auf. 


Als Henkel oder Rahmen einfacher Körbe werden gern kräftige Haselnuss- oder Weidenzweige verwendet, die eine gleichmäßige Biegung aufweisen müssen. Nicht nur die Henkel eines Korbes müssen gleich sein, sondern alle Körbe einer Serie sollen dieselben Maße und Henkelgrößen haben. Dafür nutzt man solche Biegelehren. Die gewässerten und z.T. erhitzten Zweige werden darüber gezogen und erhalten so den gewünschten Radius. Nach dem Trocknen (sie werden solange unten zusammengebunden) bleiben sie dauerhaft in Form und können in Körbe eingeflochten werden.
Auch für die Kranzbinderei, d.h. für das Fertigen von Kranzrohlingen aus Haselnuss- oder Weidenzweigen wurden solche „Biegen" früher benutzt. 

Die Biegen stammen aus Dankerode im Harz.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Querformat. Oben in der Mitte auf Wolkenkissen Maria Hilf. Dunkler Himmel, im Hintergrund Bäume. Im Vordergrund ein Fluss, links geschwungener Holzsteg, aus dem ein Stück fehlt. Im Fluss schwimmend Fuder mit zwei Pferden bespannt, Frau, Mann auf Holzstück und Kind, sich an einem Brückenpfahl haltend. Rechts am Ufer festgemacht, wohl Schiffsmühle. Unter der Darstellung Schriftband: Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!Durch die untere Häfte dieses Votivbildes schimmert ein Älteres durch. Man erkennt vor einem großen Hause einen bespannten Wagen mit zwei Männern. Am rechten Rand: 1786 EXVOTO (?)Die Votivtafel wurde im August 1968 in Gemäldegalerie gerönt und infrarot aufgenommen. Wagen von links mit 2 Pferden und Reiter stößt gegen den mit 4 Pferden bespannten Heuwagen. (?) Reiter des Sattelpferdes blickt zurück zu einem Mann, der vor die Hinterräder gefallen ist. Auf Hausgiebel kleine stehende Muttergottes. Druch die Aufnahme die Lesung der Inschrift bestätigt.