Ident. Nr.: I (26 B) 112/1963
ObjID: obj:562864
Kontakt
Einrichtung:
Museum Europäischer Kulturen
E-Mail:
mek@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Datierung
- um 1870
- Material / Technik
- Stroh, geflochten; Seidenband
- Abmessungen
- Höhe x Durchmesser: 30 x 18 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/562864
Objektbeschreibung
Der Hut besteht aus mehreren miteinander vernähten Teilen, beginnend mit einem kreisrunden Abschnitt am Hinterkopf wurden Strohbänder maschinell zylinderförmig angenäht und schließlich umlaufend mit einem ca. 10 cm breitem, aus mehreren Strohborten genähten Teil abgeschlossen. Der vordere Rand verläuft mit gerundeten Ecken zum Nacken. Der Übergang beider Teile ist mit einem schwarz-seidenen Atlasband verdeckt. Das Band hat ein schlichtes Muster, einen gefransten Rand und ist mit seinen seitlichen Raffungen zugleich kontrastierender Hutschmuck. Innen ist als Futter schwarzer Kattunstoff mit blauen Blümchen eingenäht. Ein Befestigungsband für den Kopf gibt es nicht. Ein altes Pappschild trägt die altdeutsche Beschriftung „1 Strohfeldhut aus Ernstroda".
Die gesichtsnahe Form sowie die verlängerten Ränder dieses Strohhutes boten besonderen Schutz vor Sonneneinstrahlung. Sie schützte vor allem die Wangen mehr als der Schatten flacher Hüte, gerade bei seitlicher Sonneneinstrahlung. Solche „Schute" genannten Hüte wurden von Frauen im 19. Jahrhundert häufig bei der Feldarbeit, insbesondere zur Erntezeit getragen.
Die gesichtsnahe Form sowie die verlängerten Ränder dieses Strohhutes boten besonderen Schutz vor Sonneneinstrahlung. Sie schützte vor allem die Wangen mehr als der Schatten flacher Hüte, gerade bei seitlicher Sonneneinstrahlung. Solche „Schute" genannten Hüte wurden von Frauen im 19. Jahrhundert häufig bei der Feldarbeit, insbesondere zur Erntezeit getragen.
Letzte Aktualisierung: 29.06.2026
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Museum Europäischer Kulturen
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