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Ident. Nr.: I (34 J) 76/1953,69

ObjID: obj:565128

Details (Expert)

Datierung
1862
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 45,5 x 45,5 x 6,5 cm

Objektbeschreibung

Der quadratische Kasten enthält einen großformatigen Gewürzkranz. In dessen Zentrum befindet sich eine kleine, zweifarbige Haararbeit mit goldenen Perlen, darunter umrahmt von einer achteckigen Goldborte der Anlass des Kastenbildes: »Zum Namenstage den 8. Maerz 1862.« Der auf Moirépapier montierte Kranz besteht aus papierenen Efeublättern, auf die Blüten aus Bohnenkaffee, Reis, Muskat, Johannisbrot, Piment, Nelken und Sago montiert sind. Die zum Teil exotischen Gewürze machen den Kranz zu einer Kostbarkeit; in Österreich und Süddeutschland wurden Gewürzsträuße im 19. Jahrhundert zur Hochzeit verschenkt. Die zweifarbige Haararbeit könnte von einem Geschwisterpaar stammen. Mitunter ließen Geschwister ihre Haare gemeinsam verarbeiten und verschenkten das entstehende Haarbild. Ein partielles Ausbleichen der Haare, das im Zusammenhang mit dem wachsartigen Fleck unter der Haararbeit steht, ist unwahrscheinlich.

Literatur: Jana Wittenzellner (2020): Haarbilder. Erinnerungen unter Glas. Husum: Verlag der Kunst.

Letzte Aktualisierung: 12.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."