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Ident. Nr.: A (58 K 11) 20/1916

ObjID: obj:566612

Details (Expert)

Datierung
vor 1916
Material / Technik
Materialkombination
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 164 x 104 x 80 cm

Objektbeschreibung

Das Modell des Winzerhauses im Maßstab 1:20 entspricht dem Haus in der Rissbacher Str. 166 in Traben-Trarbach an der Mosel, welches heute wieder im Besitz eines Winzers ist.
Sowohl die Enge des Moseltals mit seinen steil ansteigenden Berghängen als auch die traditionelle Monokultur des Weinanbaus prägten die Bauweise der Häuser entlang der Mosel. Fachwerkhäuser sind vor allem an der Untermosel zu finden. Ein massives Erdgeschoss bot Schutz vor Hochwasser. Über den Kellereingang an der Straßenseite wurden Weinfässer aus den Gewölbekellern gerollt. Die Straßenseite bildet die Schauseite des Hauses: Hier sind im Gegensatz zur Seitenfassade die Holzstreben nicht nur unter Berücksichtigung der Statik, sondern auch nach dekorativen Aspekten gesetzt.
James Simon, Sammler und Mäzen für die Staatlichen Museen zu Berlin, sorgte dafür, dass Anfang des 20. Jahrhunderts der Bestand an Hausmodellen im damaligen volkskundlichen Museum ausgebaut werden konnte. In den Jahren 1912 bis 1917 wurden 24 Modelle in Auftrag gegeben, die nach den Vorschlägen des Siedlungsforschers Robert Mielke und des Altonaer Museumsdirektors Otto Lehmann nach Beispielen aus ganz Deutschland ausgewählt worden waren. Die Anfertigung eines detaillierten Modells schlug mit 1000 Mark zu Buche.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."