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Ident. Nr.: I (7 S) 70/1956,24?

ObjID: obj:568358

Details (Expert)

Datierung
Herstellung: 1890
Abmessungen
Länge x Breite x Höhe: 70 x 40 x 25 cm

Objektbeschreibung

Der rechteckige Deckelkorb hat einen aufliegenden Deckel, zwei halbrunde Henkel und innen eine Unterteilung in zwei Fächer. In den Ecken sind zur Verstärkung Weidenstöcke eingeflochten. Der Transportkorb ist aus mehreren fein zugerichteten Materialien gefertigt. Vorwiegend wurden (z.T. gefärbte) Weidenschienen genutzt, Deckel und Außenwand sind teilweise mit Esparto geflochten. Innen wurde der Korbkoffer mit Weidenstäben ausgesteift. Der flach aufliegende Deckel kann mit einem Griffring angehoben werden.  
Die Griffe sind aus Weide geflochten, für die Scharniere wurde Rotang und Weide verwendet.

Bevor es Koffer aus Vulkanfiber und moderneren Materialien gab, nutzte man auf Reisen geflochtene Koffer. Diese waren leicht und boten hinreichend Schutz beim Transport. In Deutschland waren Thüringen und Franken Herstellungszentren solcher Flechtwaren.
Aus Thüringen stammt auch dieser Koffer, der 1956 über eine ehemalige Lehrerin aus Gotha ins Museum kam.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."