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Ident. Nr.: I (7 S) 105/1965

ObjID: obj:568386

Details (Expert)

Datierung
Gebrauch: 1960er Jahre
Material / Technik
Holz, Weide, geflochten
Abmessungen
Länge x Breite x Höhe: 50 x 35 x 12 cm

Objektbeschreibung

Flacher, ovaler Korb aus ungeschälten Haselnuss- bzw. Weidenschienen ausgeflochten mit breiten Henkeln an den Seiten, dazwischen ein Holzsteg eingearbeitet. Benutzungs-, und Reparaturspuren an der flachen Füllfläche.

„Füllfaß" ist eine regionale Bezeichnung für solche flachen Transportkörbe, die im Harz sehr lange üblich waren. Körbe dieser Art wurden im Bergbau, von Köhlern und auf dem Feld verwendet. In der bäuerlichen Hofwirtschaft wurden ähnlich gearbeitete Körbe (haselgeflochtenes „Füllfat") mit einem Leinenbeutel als „Quarkkorb" zum Ablaufen der Molke genutzt. Die Körbe wurden entweder selbst hergestellt oder von Korbmachern bzw. Reifenmachern angefertigt. Beispiele für diese Nutzung sind in der Literatur bekannt. Ein ähnliches Objekt, ein „Füllkorb" aus Königerode/Harz, ist unter Nr. 44/1966 im Inventarbuch des MEK verzeichnet.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Querformat. Oben in der Mitte auf Wolkenkissen Maria Hilf. Dunkler Himmel, im Hintergrund Bäume. Im Vordergrund ein Fluss, links geschwungener Holzsteg, aus dem ein Stück fehlt. Im Fluss schwimmend Fuder mit zwei Pferden bespannt, Frau, Mann auf Holzstück und Kind, sich an einem Brückenpfahl haltend. Rechts am Ufer festgemacht, wohl Schiffsmühle. Unter der Darstellung Schriftband: Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!Durch die untere Häfte dieses Votivbildes schimmert ein Älteres durch. Man erkennt vor einem großen Hause einen bespannten Wagen mit zwei Männern. Am rechten Rand: 1786 EXVOTO (?)Die Votivtafel wurde im August 1968 in Gemäldegalerie gerönt und infrarot aufgenommen. Wagen von links mit 2 Pferden und Reiter stößt gegen den mit 4 Pferden bespannten Heuwagen. (?) Reiter des Sattelpferdes blickt zurück zu einem Mann, der vor die Hinterräder gefallen ist. Auf Hausgiebel kleine stehende Muttergottes. Druch die Aufnahme die Lesung der Inschrift bestätigt.