Details (Expert)
- Datierung
- Gebrauch: 1980
- Material / Technik
- Schilfrohr, geflochten
- Abmessungen
- Höhe x Durchmesser: 4 x 25 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/568488
Objektbeschreibung
Der Teller zeichnet sich durch ein regelmäßiges, sehr sauberes Flechtmuster aus, das weder Anfang noch Ende erkennen lässt. Er hat einen schweren doppelt geflochtenen Boden. Zum Flechten wurde dünnes, in etwa 5 mm breite Streifen geschnittenes Blattmaterial (vermutlich Gräser oder Palmen) verwendet. Auch der Rand ist mit diesem glatten Material belegt und mit einem hellem Faden sauber umstochen.
In der Kartei des MEK wird der kaum benutzte, tellerähnliche Korb als Brotkörbchen bezeichnet. Er wurde 1986 aus dem Nachlass einer Schaustellerfamilie erworben. Möglicherweise ist er außereuropäischen Ursprungs.
Die Flechtstreifen wurden jeweils über zwei unter zwei anderen Flechtstreifen geführt, daher kann das Bindungsmuster analog zu textilen Bindungen auch als Köper 2/2 bezeichnet werden.
Im Katalog "Geflechte" des Museums der Kulturen Basel (1992) wird das Flechtmuster analog zu textilen Bindungen als Köper bezeichnet. Die Blattstreifen wurden jeweils über zwei unter zwei anderen Flechtstreifen geführt, daher kann die Bindung auch als Köper 2/2 bezeichnet werden.
Geflechte dieser Musterstruktur werden schon sehr lange hergestellt. Aus der Spätzeit des Alten Ägyptens (ca. 664–332 v. Chr.) hat sich z.B. ein aus Streifen von Blättern der Doumpalme umflochtenes Gefäß aus der Stadt Hermupolis Magna erhalten, welches das Ägyptische Museum, Staatliche Museen zu Berlin verwahrt.
Letzte Aktualisierung: 29.06.2026
Kontakt
Einrichtung:
Museum Europäischer Kulturen
E-Mail:
mek@smb.spk-berlin.de