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Ident. Nr.: I (7 S) 647/1986

ObjID: obj:568488

Details (Expert)

Datierung
Gebrauch: 1980
Material / Technik
Schilfrohr, geflochten
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: 4 x 25 cm

Objektbeschreibung

Der Teller zeichnet sich durch ein regelmäßiges, sehr sauberes Flechtmuster aus, das weder Anfang noch Ende erkennen lässt. Er hat einen schweren doppelt geflochtenen Boden. Zum Flechten wurde dünnes, in etwa 5 mm breite Streifen geschnittenes Blattmaterial (vermutlich Gräser oder Palmen) verwendet. Auch der Rand ist mit diesem glatten Material belegt und mit einem hellem Faden sauber umstochen. 
Die Flechtstreifen wurden jeweils über zwei unter zwei anderen Flechtstreifen geführt, daher kann das Bindungsmuster analog zu textilen Bindungen auch als Köper 2/2 bezeichnet werden.  

In der Kartei des MEK wird der kaum benutzte, tellerähnliche Korb als Brotkörbchen bezeichnet. Er wurde 1986 aus dem Nachlass einer Schaustellerfamilie erworben. Möglicherweise ist er außereuropäischen Ursprungs. 
Im Katalog "Geflechte" des Museums der Kulturen Basel (1992) wird das Flechtmuster analog zu textilen Bindungen als Köper bezeichnet. Die Blattstreifen wurden jeweils über zwei unter zwei anderen Flechtstreifen geführt, daher kann die Bindung auch als Köper 2/2 bezeichnet werden. 
Geflechte dieser Musterstruktur werden schon sehr lange hergestellt. Aus der Spätzeit des Alten Ägyptens (ca. 664–332 v. Chr.) hat sich z.B. ein aus Streifen von Blättern der Doumpalme umflochtenes Gefäß aus der Stadt Hermupolis Magna erhalten, welches das Ägyptische Museum, Staatliche Museen zu Berlin verwahrt. 

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."