Details (Expert)
- Datierung
- 19. Jh.
- Geografische Bezüge
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: ca. 49 x 18 x 27 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/576369
Objektbeschreibung
Zwei gegeneinander laufende Walzen aus Holz, die von Eisenkurbeln bewegt werden, sitzen in einem ornamental ausgeführten Gehäuse aus Eisen; unten mit zwei kleinen angebauten Zwingen an die Tischplatte zu montieren. Oben eine Schraube, mit der sich der Abstand der beiden Walzen und somit der Druck regulieren lässt.
Eine solche Strohpresse gehört zur Herstellung von Strohborten. Flechten von Strohborten wurde in Norditalien, v.a in der Toskana in Heimarbeit seit dem 15. Jahrhundert praktiziert. Geflochtene Gegenstände und die damit einhergehende Fähigkeit des Strohbortenflechtens gelangten durch den Handel mit anderen Dingen auch in andere Regionen Europas (u.a. Schonach im Schwarzwald oder Lindenberg im Allgäu), wo sich ebenso eine Strohbortenindustrie mit Heimarbeit entwickelte.
Beim Herstellen von Strohborten wird besonders langhalmiges Stroh (Weizen, Roggen) zu meterlangen Borten verflochten. Um diese anschließend flachzuwalzen, nutzte man eine solche Strohpresse. Die fertigen Borten wurden zwischen den beiden Walzen hindurchgeführt und mittels der Kurbel gepresst und weitertransportiert. Mit Hilfe der Schraube oben konnte man den Druck, mit dem gepresst wurde, einstellen. Die Strohpresse war dazu senkrecht an einer Werkbank angebracht.
Eine solche Strohpresse gehört zur Herstellung von Strohborten. Flechten von Strohborten wurde in Norditalien, v.a in der Toskana in Heimarbeit seit dem 15. Jahrhundert praktiziert. Geflochtene Gegenstände und die damit einhergehende Fähigkeit des Strohbortenflechtens gelangten durch den Handel mit anderen Dingen auch in andere Regionen Europas (u.a. Schonach im Schwarzwald oder Lindenberg im Allgäu), wo sich ebenso eine Strohbortenindustrie mit Heimarbeit entwickelte.
Beim Herstellen von Strohborten wird besonders langhalmiges Stroh (Weizen, Roggen) zu meterlangen Borten verflochten. Um diese anschließend flachzuwalzen, nutzte man eine solche Strohpresse. Die fertigen Borten wurden zwischen den beiden Walzen hindurchgeführt und mittels der Kurbel gepresst und weitertransportiert. Mit Hilfe der Schraube oben konnte man den Druck, mit dem gepresst wurde, einstellen. Die Strohpresse war dazu senkrecht an einer Werkbank angebracht.
Letzte Aktualisierung: 29.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Museum Europäischer Kulturen
E-Mail:
mek@smb.spk-berlin.de