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Ident. Nr.: I (55 B) 76/1953,264,a

ObjID: obj:577622

Details (Expert)

Datierung
19. Jh.
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: 15 x 23 cm
Länge: Bänder: 61 cm

Objektbeschreibung

Die Totenkrone hat einen Kopfring und vier Kronenbügel. Ring und Bügel sind aus Draht gebogen und mit Seidenfadenröschen und Metallfolie geschmückt. Am Kopfring hängen neun verschiedenfarbige, gemusterte Seidenbänder.

In der christlichen Religion waren Totenkronen für ledig verstorbene Personen ein Ersatz für die entbehrte Brautkrone. Es wurde während des Begräbnisses eine Totenhochzeit gefeiert und die Bräute und Bräutigame wurden himmlisch vermählt. Diese Kronen sind in Europa seit dem Mittelalter nachweisbar. Sie wurden zu dieser Zeit mit ins Grab gegeben. Im 17. Jh. entwickelten sie sich zu prächtigen, repräsentativen Kronen, die zur Erinnerung in der Kirche auf Totenbrettern aufbewahrt wurden. Dieses Bestattungsritual war im deutschsprachigen Raum bis ca. 1870 lebendig.

Letzte Aktualisierung: 12.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Querformat. Oben in der Mitte auf Wolkenkissen Maria Hilf. Dunkler Himmel, im Hintergrund Bäume. Im Vordergrund ein Fluss, links geschwungener Holzsteg, aus dem ein Stück fehlt. Im Fluss schwimmend Fuder mit zwei Pferden bespannt, Frau, Mann auf Holzstück und Kind, sich an einem Brückenpfahl haltend. Rechts am Ufer festgemacht, wohl Schiffsmühle. Unter der Darstellung Schriftband: Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!Durch die untere Häfte dieses Votivbildes schimmert ein Älteres durch. Man erkennt vor einem großen Hause einen bespannten Wagen mit zwei Männern. Am rechten Rand: 1786 EXVOTO (?)Die Votivtafel wurde im August 1968 in Gemäldegalerie gerönt und infrarot aufgenommen. Wagen von links mit 2 Pferden und Reiter stößt gegen den mit 4 Pferden bespannten Heuwagen. (?) Reiter des Sattelpferdes blickt zurück zu einem Mann, der vor die Hinterräder gefallen ist. Auf Hausgiebel kleine stehende Muttergottes. Druch die Aufnahme die Lesung der Inschrift bestätigt.