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Clara Närger

Ident. Nr.: I (55 B) 181/1974

ObjID: obj:577628

Details (Expert)

Datierung
um 1875
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 23 x 21 x 3,5 cm

Objektbeschreibung

Für das Haarbild wurde hellblondes Haar zu einem Totenkranz mit verschiedenen Blüten- und Blattformen zusammengefügt. Kleine weiße, blaue, goldfarbene und transparente Metall- und Glasperlen zieren die Blütenmitten. Unterhalb des Kranzes ist der Name der Verstorbenen auf das Moirépapier gedruckt: Clara Närger. Der Kranz befindet sich in einem flachen, fast quadratischen Pappkasten, dessen Seiten mit Goldprägepapier ausgeschlagen sind. Die originale Glasscheibe des Kastens ist nicht mehr vorhanden.

Clara Närger war ein Familienmitglied der Vorbesitzerin des Kastenbildes: Käthe Schmidt, geborene Närger. Das MEK besitzt ein paar weitere Objekte von ihr: Darunter befindet sich ein Kissenbezug mit dem eingestickten Monogramm »E. N.«. Es verweist auf die Mutter Schmidts, auf Emilie Närger, die 1872 in Heidau im damaligen Schlesien geboren worden war. Clara Närger, der das Haarbild gewidmet ist, war – nach Angaben der Vorbesitzerin – 1875 im Kindesalter verstorben. Es könnte sich also um die Schwester Emilie Närgers, mithin die Tante Käthe Schmidts gehandelt haben. Anzunehmen ist weiterhin, dass Clara die ältere Schwester Emilies war: Ein Tod im Kleinkindalter ist aufgrund der Menge des verarbeiteten Haares nicht wahrscheinlich.

Literatur: Jana Wittenzellner (2020): Haarbilder. Erinnerungen unter Glas. Husum: Verlag der Kunst.

Letzte Aktualisierung: 12.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."