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Mecklenburger Volkstrachten

Ident. Nr.: I (17 J) 215/1976

ObjID: obj:578448

Details (Expert)

Datierung
Gebrauch: vor 1976
Abmessungen
Höhe x Breite: 71 x 229 cm

Objektbeschreibung

Batikarbeit auf blauem Hintergrund, darauf befinden sich nebeneinander fünf weiße Quadrate mit je einem Paar in verschiedenen mecklenburgischen Trachten. Sie sind in blau-, weiß- und rottönen dargestellt.
1) Schweriner Paar: Mann mit Reitpeitsche; Frau mit Schwingelblatt und Blume; 2) Biestow: Mann mit Sense, ein Arm um die Partnerin gelegt, Mädchen mit rotem Krug;
3) Schöneberger Brautpaar: Frau mit reichgeschmückter Bänderhaube, Braut-Taschentuch und weißer Schürze; Mann mit Brautstrauß am Hut; zwischen beiden: Hochzeitsbitterstab;
4) Zepelin: Frau, die Hände nach vorn übereinandergelegt; Mann mit Deckelkorb;
5) Schöneberg-Rhena: Frau beim Mann eingehakt; Mann mit geschmückter Brautharke (von links nach rechts).

Die Künstlerin fertigte in Vorbereitung der Arbeit Skizzen nach Trachten aus dem Fundus der Volkskundlichen Sammlung des Schweriner Museums und informierte sich in Büchern und Zeitschriften über Trachten. Der umlaufende Fries ist die Umsetzung einer Kerbschnitzerei an einer Truhe aus dem Staatlichen Museum Schwerin. Elisabeth Hohensee war im Rahmen des "künstlerischen Volksschaffens" als Grafik- und Batikkünstlerin aktiv. Die laienkünstlerische Betätigung wurde in der DDR staatlich gefördert, beispielsweise durch die Möglichkeit der Teilnahme an so genannten Zirkeln, durch Vergabe von Auftragswerken, Wettbewerbe und öffentliche Präsentationen.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."