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Erntezeit

Ident. Nr.: I (17 J) 135/1978

ObjID: obj:578464

Details (Expert)

Datierung
1978
Material / Technik
Baumwolle, Batikarbeit
Abmessungen
Höhe x Breite: 86 x 143 cm

Objektbeschreibung

Bildlich idyllisierende Darstellung der Ernte in Mecklenburg. Batiktechnik in braun, gelb und rotbraun-Tönen.
Mittelfeld: Erntewagen, von 2 Pferden gezogen. Bauer auf einem Pferd hält eine mit Bändern geschmückte Erntekrone an einer Stange in der Hand; der Kutscher auf dem Wagen hält die Zügel des Pferdes; junger Bauer und Bäuerin stehen auf dem Wagen, Rechen und Forke in der Hand haltend, Getreidegarben; vorneweg ein reitender Bauer, den Zylinder schwingend.

Unter dem Mittelfeld befindet sich die Aufschrift: "MORGEN IST AUSKOST - ALL WAT BEIN HETT SALL KAMEN". Ober- und unterhalb des Mittelfeldes sind weitere bildliche Darstellungen zu sehen. Oben: tanzende, musizierende, essende, trinkende und flirtende Bauern und Bäuerinnen.
Unten: Bauern bei der Getreideernte; Schnitter und Binderin als Arbeitspaar; Darstellung der Getreideernte mit der Sense, des Garbenbindens, Garbenaufstellens sowie bei der Rast.
Rechts unten ist der Titel der Arbeit und das Monogramm der Künstlerin eingearbeitet "ERNTEZEIT E. Hohensee ´78"

Die Arbeit wurde von Elisabeth Hohensee angefertigt, welche im Rahmen des "künstlerischen Volksschaffens" in der DDR als Grafik- und Batikkünstlerin aktiv war. Die laienkünstlerische Betätigung wurde in der DDR staatlich gefördert, beispielsweise durch die Möglichkeit der Teilnahme an so genannten Zirkeln, durch Vergabe von Auftragswerken, Wettbewerbe und öffentliche Präsentationen.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."