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Brustbild eines Tarairiu-Mannes

Ident. Nr.: KdZ 24542

ObjID: obj:585440

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Albert Eckhout (um 1610),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: um 1640
Systematik/Art
Weitere Titel
Sammlungstitel: Brustbild eines Tarairiu-Mannes
Brustbild eines Tapuya-Indigenen (Waíkana)
Brustbild eines Tapuya-Indianers
Abmessungen
Blattmaß: 37,2 x 25,8 cm
Erwerbung
1652 aus der Sammlung des Johann Moritz von Nassau-Siegen (1637 bis 1644 Gouverneur der niederländischen Ostindindischen Kompanie) an Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg, Eingliederung in die kurfürstliche Bibliothek, von dort 1831 Übergabe an das Kupferstichkabinett

Objektbeschreibung

Es handelt sich um einen historischen Werktitel bzw. eine überlieferte Beschreibung, die rassistisch oder anderweitig diskriminierend ist. Die SMB distanzieren sich von diesem Sprachgebrauch und setzen sich kritisch damit auseinander.

Letzte Aktualisierung: 17.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Ansicht der Stadt Olevano (Provinz Rom, Italien) mit dem Regenbogen

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Nahezu während der ganzen Dauer seines jahrzehntelangen Lebens in Rom beschäftigte sich Joseph Anton Koch mit dem Thema Olevano, nachdem er schon 1804 zum künstlerischen Entdecker dieser malerischen Bergstadt geworden war. [...] Fast am Ende einer langen Entwicklung stellt er mit dem vorliegenden Blatt das malerische Sujet in überhöhter, komponierter Übersichtlichkeit dar. Aus vorausgegangenen Naturstudien vom gleichen Standort, von der Casa Baldi aus aufgenommen, die den deutschen Künstlern häufig als Unterkunft diente, gelingt dem Künstler eine Summe seiner Eindrücke. Mit den Mitteln der Vordergrundgruppen, der seitlichen Bäume, des übergreifenden Regenbogens, schließlich der Wolkenbildungen wird Bildmäßigkeit und Wirkung erzielt. Ein kleinerer Entwurf (Kupferstichkabinett, ID-Nr. SZ Koch 19) wird mit unserem Blatt zu Klarheit und Räumlichkeit geführt, wozu die meisterhaft eingesetzten Wirkungen von Licht und Schatten viel beitragen, so daß eine vollendete Zeichnung klassischer Landschaftsauffassung entstand. Für Kochs, aus souveräner Kenntnis urteilenden Biographen, Otto v. Lutterotti, ist sie »...in Komposition und Auffassung, Format und Durchführung wohl der schönste Hymnus, den Koch auf sein geliebtes, hochgebautes Bergnest angestimmt hat. Das Städtchen mit der verfallenen Burg der Colonna ist organisch wie ein Kristall dem Felsen entwachsen, im Vordergrund die ländliche Szene am Brunnen, das Ganze zusammengefaßt vom Regenbogen.«Text: Gottfried Riemann, in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 360., Nr. VII.5 (mit weiterer Literatur)