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Gemme mit Darstellung eines Uterus

Ident. Nr.: ÄM 11918

ObjID: obj:590545

Details (Expert)

Beteiligte
Antiquarium, Königliche Museen zu Berlin (1830 - 1918),
Vorbesitzer*in
Datierung
2.–3. Jh. n. Chr.
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 1,85 x 1,45 x 0,3 cm

Objektbeschreibung

Die Gemme aus Hämatit zeigt auf der einen Seite die vereinfachte Wiedergabe des mit einem Schlüssel geschlossenen Uterus. Gemmen mit diesem Symbol wurden als Zauber im Liebeswerben verwendet wie auch als Mittel zur Erleichterung der Schmerzen bei der Geburt. Auf der Rückseite findet sich folgende Inschrift: ΘΑΛΒΟY | ΘΑΛΒΑΑ | ΟΡΩΡΙΟ | YΘ Ορωριουθ ist die Formel, die fast immer auf diesen Steinen eingetragen ist und vielleicht „Licht der Lichter, uranfängliches Licht“ bedeutet. Die übrigen Buchstaben sollen wohl an ablanathanalba (etwa: „Der Du unser Vater bist“) anklingen.
J. Helmbold-Doyé

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).