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Salblöffel in Gestalt eines Nubiers mit einer Antilope und Gefäßen

Ident. Nr.: ÄM 14114

ObjID: obj:590813

Details (Expert)

Beteiligte
Carl August Reinhardt (4.2.1856 - 25.11.1903),
Käufer*in
Datierung
Spätzeit
Weitere Titel
Sammlungstitel: Salblöffel in Gestalt eines Nubiers mit einer Antilope und Gefäßen
Übersetzung: Ointment spoon in shape of a Nubian with an antelope and vessels
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 18,5 x 10,2 x 1,3 cm

Objektbeschreibung

Der Salblöffel in Gestalt eines Nubiers mit Attributen ist beidseitig ausgearbeitet. Er zeigt sich in weiter Schrittstellung und mit einem knielangen, gefältelten Gewand, das im Bereich der Hüfte durch einen Gürtel zusammengehalten wird, Fußreifen sowie nackenlanger, gelockter Haarpracht. Wir haben hier einen Teilnehmer an einem Zug von Tributbringern vor uns, der zum einen eine Onyx-Antilope mit sich führt und zum anderen wohl ursprünglich drei Gefäße, welche die Löffelschale bildeten und von denen nur noch eines erhalten ist. Durch ein über die Schultern verlaufendes Joch wurden die beiden Gefäße zu den Seiten des Nubiers getragen. Auf der einen Seite wird das Gefäß von einer Papyruspflanze gestützt und auf der anderen Seite von dem Gehörn der Antilope. Womöglich befand sich auf seinem Kopf ein drittes Gefäß, das er mit seinen Händen festhielt. Ob dieses jedoch ebenfalls in einer Löffelschale ausgearbeitet war, muss offen bleiben. Diese "Spendenlöffel" wurden bei Götter- und Totenopfern verwendet um Myrrhe oder Weihrauch darzubringen.
(J. Jancziak)

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).