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Harpunenspitze

Ident. Nr.: ÄM 12863

ObjID: obj:590932

Details (Expert)

Beteiligte
Flinders Petrie (3.6.1853 - 28.7.1942)
Henry Martyn Kennard (17.2.1833 - 3.8.1911)
Datierung
0. Dynastie/Negade III
Datierung engl.: Dynasty 0 / Naqada III
Weitere Titel
Sammlungstitel: Harpunenspitze
Übersetzung: Harpoon point
Geografische Bezüge
Material / Technik
Kupfer (Material / Metall)
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 12,9 x 2,6 x 0,83 cm

Objektbeschreibung

Zu Beginn der Kupferzeit im frühen 4. Jt. v. u. Z. sind aus Ägypten auch erste Metallwerkzeuge aus Kupfer und erste einfachere Legierungen belegt. In Maadi- und Naqada-zeitlichen Gräbern sowie Siedlungskontexten sind uns vor allem kleinere Werkzeuge wie Nadeln, Nägel, Angelhaken sowie Barren bekannt. Werkstattbereiche für das Schmelzen und Umarbeiten, lassen sich allerdings archäologisch bislang in Ägypten in dieser Zeit nicht fassen. Vielmehr scheinen die nötigen Rohstoffe, vielleicht zu Anfang auch die Fertigprodukte, aus den angrenzenden östlichen Nachbarländern - z. B. dem heutigen Jordanien und der Sinai-Halbinsel - importiert worden zu sein.
Erst in der 1. und 2. Dynastie steigt die Anzahl der Metallfunde, darunter vor allem Beilklingen und Harpunenspitzen deutlich an. Vor allem in Gräbern der höchsten Elite fanden sich viele dieser Objekte ungeschäftet, häufig auch kleinere Miniaturgeräte wie Meißel, Beilklingen etc., die möglicherweise eher eine Pars-pro-toto-Funktion einnehmen sollten. [R. Kuhn]

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Hieroglyphischer Papyrus mit dem Totenbuch der Hausherrin Keku

Hieroglyphischer Papyrus mit dem Totenbuch der Hausherrin Keku

Totenbücher gibt es seit dem Beginn des Neuen Reiches (um 1500 v. Chr.). In der vollständigen Ausgabe sind mehr als 200 Kapitel erhalten, man beschränkte sich aber häufig auf die wesentlichen Aussagen. Das Totenbuch wurde dem Verstorbenen in Form einer Papyrusrolle mitgegeben oder einzelne Kapitel wurden, auf Leinenbinden geschrieben, in die Mumie eingewickelt. Die Sprüche sollten dem Verstorbenen helfen, sich in der Unterwelt zurecht zu finden und sich korrekt gegenüber ihren Bewohnern, Göttern und Dämonen, zu verhalten, damit er als 'Verklärter' unter ihnen leben konnte.Bei keinem Totenbuch fehlt das 125. Kapitel, das das sogenannte 'Negative Sündenbekenntnis' enthält. In diesem rechtfertigt sich der Verstorbene vor den 42 Richtergottheiten, indem er beteuert, alle Sünden unterlassen zu haben. Die Szene zeigt das Totengericht: die Verstorbene wird zur Waage geführt, auf der ihr Herz (als Topf gezeichnet) gegen die Göttin Maat, dargestellt als hockende Frau mit einer Feder auf dem Kopf, aufgewogen wird. Hat sie maatgerecht, im Sinne der Weltordnung gelebt, wird die Verstorbene von dem mumiengestaltigen Unterweltsgott Osiris als 'gerechtfertigt' in das Jenseits aufgenommen. Besteht sie die Prüfung nicht, wird die große Fresserin, ein Untier bestehend aus Krokodilskopf, Löwenvorder- und Nilpferdhinterteil, ihr Herz endgültig verschlingen. Da für die Ägypter jede Darstellung die Realität widerspiegelt, wurde grundsätzlich ein positiver Ausgang des Gerichtes dargestellt, so dass die Verstorbene mit Hilfe dieses Papyrus sicher in die Unterwelt eintreten und das ewige Leben erreichen konnte.V. Lepper

Demotischer Papyrus mit einem Brief des Satrapen Pherendates an die Chnum-Priester von Elephantine (Pherendates-Korrespondenz)

Demotischer Papyrus mit einem Brief des Satrapen Pherendates an die Chnum-Priester von Elephantine (Pherendates-Korrespondenz)

Dieser demotische Brief datiert in die 27. Dynastie des Alten Ägypten, genauer auf den 21. April 492, und stammt von der Nilinsel Elephantine. Es handelt sich um den Brief des persischen Statthalters (Satrapen) Pherendates an die Chnum-Priester von Elephantine, nach welchen Kriterien der persische König Dareios I. eine Person als ungeeignet für die Ausübung des Amtes eines Wab-Priesters hält. Hier zeigt sich, dass der persische Herrscher mit den ägyptischen Priestern zusammenarbeitete, sich aber seine Entscheidungsbefugnisse bezüglich der Besetzung von Priesterstellen nicht nehmen ließ. Der Brief wurde nach der Interpretation von Karl-Theodor Zauzich geschrieben von Satibar , während Wahibre als Gegenzeichner fungierte.Papyrus war ein sehr beliebtes jedoch teures Schreibmaterial im Alten Ägypten. Dieser Papyrus stammt von der Nilinsel Elephantine in Ägypten und wurde während der Ausgrabungen der damals Königlichen Museen durch Otto Rubensohn und Friedrich Zucker zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausgegraben. Die hier verwendete Schrift ist das sogenannte Demotische. Dabei handelt es sich um eine sehr verkürzte Kursivschrift des Alten Ägypters, die gerade in persischer und griechisch-römischer Zeit eingesetzt wurde. Von der Nilinsel Elephantine stammen zahlreiche demotische Papyri und Ostraka dieses Zeithorizonts.http://elephantine.smb.museum/record/ID100460V. Lepper / J. Moje