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Handgelenkschutz für einen Bogenschützen (Ledermanschette)

Ident. Nr.: ÄM 15085

ObjID: obj:591872

Details (Expert)

Datierung
2. Zwischenzeit–frühes Neues Reich
Weitere Titel
Sammlungstitel: Handgelenkschutz für einen Bogenschützen (Ledermanschette)
Übersetzung: Wrist Protection for Archers
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 9,5 x 9 x 3,5 cm

Objektbeschreibung

Die Ledermanschette wurde von Bogenschützen um das Handgelenk getragen. So sei auf die Stele des Vorstehers der Wüstenpolizei, Kai (ÄM 22820), verwiesen, der als Bogenschütze dargestellt ist und an seinem linken Handgelenk ein entsprechendes Schutzarmband trägt. Deren Außenseite wurde mittels Schnüre oder Lederbänder um das Gelenk gebunden, die durch zwei Löcher gezogen wurden. Da die Haut an dieser Stelle besonders empfindlich ist, schützte die Manschettenzunge das Gelenk vor der zurückschwingenden Bogensehne. Amulett-Symbole und Ornamente sowie Lotosblüten und Papyrusdolden verzieren die Außenseite. Vergleichbare Manschetten wurden in den Gräbern der nubischen „Pangrave“-Kultur gefunden. Diese standen als Bogenschützen im Dienst des ägyptischen Pharaos. Die Innovation dieser Form der Manschetten kam jedoch aus dem Osten Ägyptens, von den sogenannten Hyksos.
(J. Helmbold-Doyé)

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Demotischer Papyrus mit einem Auszug aus dem "Buch vom Atmen" für Pamonthis

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Totenbücher gibt es seit dem Beginn des Neuen Reiches (um 1500 v. Chr.). In der vollständigen Ausgabe sind mehr als 200 Kapitel erhalten, man beschränkte sich aber häufig auf die wesentlichen Aussagen. Das Totenbuch wurde dem Verstorbenen in Form einer Papyrusrolle mitgegeben oder einzelne Kapitel wurden, auf Leinenbinden geschrieben, in die Mumie eingewickelt. Die Sprüche sollten dem Verstorbenen helfen, sich in der Unterwelt zurecht zu finden und sich korrekt gegenüber ihren Bewohnern, Göttern und Dämonen, zu verhalten, damit er als 'Verklärter' unter ihnen leben konnte.Bei keinem Totenbuch fehlt das 125. Kapitel, das das sogenannte 'Negative Sündenbekenntnis' enthält. In diesem rechtfertigt sich der Verstorbene vor den 42 Richtergottheiten, indem er beteuert, alle Sünden unterlassen zu haben. Die Szene zeigt das Totengericht: die Verstorbene wird zur Waage geführt, auf der ihr Herz (als Topf gezeichnet) gegen die Göttin Maat, dargestellt als hockende Frau mit einer Feder auf dem Kopf, aufgewogen wird. Hat sie maatgerecht, im Sinne der Weltordnung gelebt, wird die Verstorbene von dem mumiengestaltigen Unterweltsgott Osiris als 'gerechtfertigt' in das Jenseits aufgenommen. Besteht sie die Prüfung nicht, wird die große Fresserin, ein Untier bestehend aus Krokodilskopf, Löwenvorder- und Nilpferdhinterteil, ihr Herz endgültig verschlingen. Da für die Ägypter jede Darstellung die Realität widerspiegelt, wurde grundsätzlich ein positiver Ausgang des Gerichtes dargestellt, so dass die Verstorbene mit Hilfe dieses Papyrus sicher in die Unterwelt eintreten und das ewige Leben erreichen konnte.Dies ist der Totenpapyrus des Pamonth mit einer mythologischen Darstellung. Der mumifizierte Tote wird vor einem gefüllten Opfertisch mit dem Unterweltsgott Osiris dargestellt, hinter ihm steht der Totengott Anubis. Dieser Papyrus ist in demotischer Sprache und Schrift geschrieben und datiert in die Römische Kaiserzeit, vermutlich ins 2.-3. Jahrhundert nach Christus. Dies ist ein eindrückliches Beispiel dafür, dass die altägyptische Mythologie noch bis weit in christliche Zeit hinein verbreitet war. Ursprünglich war der Papyrus mit einem, heute abgewischten, greichischen Text beschriftet (Palimpsest).V. Lepper