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Bildhauermodell mit einer Faust und dem Kopf eines Nubiers im Profil

Ident. Nr.: ÄM 21191

ObjID: obj:598315

Details (Expert)

Beteiligte
Deutsche Orient-Gesellschaft (DOG) (24.1.1898),
Auftraggeber*in
Ludwig Borchardt (5.10.1863 - 12.8.1938),
Grabungsleiter*in
James Simon (17.9.1851 - 23.5.1932),
Mäzen*atin
Datierung
Amenophis (Amenhotep) IV. / Echnaton
Datierung engl.: Amenhotep IV / Akhenaten
Weitere Titel
Sammlungstitel: Bildhauermodell mit einer Faust und dem Kopf eines Nubiers im Profil
Übersetzung: Sculptor's model, fist and head of a foreigner
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 10,6 x 10 x 4 cm

Objektbeschreibung

Studien konnten einerseits als beispielhafte Vorlagen für noch auszuführende Objekte benutzt werden. Andererseits dienten sie dem Bildhauer zur Übung und Verbesserung seiner Fähigkeiten. Dieses Probestück zeigt ein menschliches Profil mit einer ausgeprägten Nasen- und Mundpartie. Die breiten Nasenflügel und die wulstigen Lippen sind charakteristisch für die Darstellung von Nubiern. Ungeachtet dieser Gesichtsstudie wurde das Kalksteinstück für eine weitere Übung verwendet. Die geballte menschliche Faust hält ein gefaltetes Tuch und zeigt noch deutlich die rote Bemalung.
Aus: Taschner, L., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 394 (Kat.-Nr. 183).

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).