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Gefäßverschluss, bemalt mit Blütenblättern (Lotos)

Ident. Nr.: ÄM 21368

ObjID: obj:598381

Schenkung James Simon, 1920

Details (Expert)

Beteiligte
Deutsche Orient-Gesellschaft (DOG) (24.1.1898),
Auftraggeber*in
Ludwig Borchardt (5.10.1863 - 12.8.1938),
Grabungsleiter*in
James Simon (17.9.1851 - 23.5.1932),
Mäzen*atin
Datierung
Amenophis (Amenhotep) IV. / Echnaton
Datierung engl.: Amenhotep IV / Akhenaten
Weitere Titel
Sammlungstitel: Gefäßverschluss, bemalt mit Blütenblättern (Lotos)
Übersetzung: Vessel lid, painted with petals (lotus)
Geografische Bezüge
Material / Technik
Nilschlamm (Material); bemalt
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: 15,5 x 13 cm

Objektbeschreibung

Lehmverschlüsse für den Schutz und die Konservierung von Gefäßinhalten sind bereits seit der prädynastischen Zeit Ägyptens belegt. Sie bestehen aus getrocknetem Nilschlamm, dem für eine festere Konsistenz Zusätze wie Sandkörner, Kalksteinpartikel oder Stroh beigemengt wurden. Um Gefäße zu verschließen, wurden zunächst Pfropfen aus Pflanzenfasern in die Öffnung gesteckt oder eine andere Gefäßabdeckung aufgelegt. Abschließend umschloss und verstrich man die Öffnung mit dem Lehmgemisch.
Einige Exemplare wurden aufwendig polychrom bemalt, wie das Objekt mit Lotosblütendekor auf hellem Grund zeigt. Aus dem Grabungstagebuch der DOG 1912/1913 geht hervor, dass Ludwig Borchardt es zunächst nicht als solches erkannte: „Freitag, d. 13. Dezember 12 [...] Honroth [...] reinigt einen bemalten hölzernen Architekturteil (?) aus P 47.2, der am Morgen des 6.12. in Raum 17 herausgekommen war, und bereitet eine farbige Skizze desselben vor. Das Stück lag neben einem niedrigen Mäuerchen, [...]“. Erst in der späteren Grabungsaufarbeitung wurde der Gefäßverschluss als solcher identifiziert.
Nach: Breuer, S., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 368 (Kat.-Nr. 151).

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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