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Ibis auf einem Schrein, vor dem zwei Paviane und die Göttin Maat sitzen

Ident. Nr.: ÄM 22274

ObjID: obj:598798

Details (Expert)

Beteiligte
Deutsche Orient-Gesellschaft (DOG) (24.1.1898),
Auftraggeber*in
Ludwig Borchardt (5.10.1863 - 12.8.1938),
Grabungsleiter*in
James Simon (17.9.1851 - 23.5.1932),
Mäzen*atin
Datierung
Spätzeit
Datierung engl.: Late Period
Weitere Titel
Sammlungstitel: Ibis auf einem Schrein, vor dem zwei Paviane und die Göttin Maat sitzen
Übersetzung: Statuette of an ibis on a shrine, in front of which are two baboons and the goddess Maat
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 10,7 x 5,8 x 13,5 cm

Objektbeschreibung

Die Bronzegruppe aus der Spätzeit zeigt einen auf einem Schrein hockenden Ibis. Vor ihm hockt in kleinerem Maße die Göttin Maat, die dem Ibis zugewandt ist und von zwei Pavianen flankiert wird. Ehemals wurden beide Paviane mit Mondsichel und -scheibe bekrönt, wobei jetzt nur der Kopfschmuck des rechten Pavians erhalten geblieben ist. Die grob eingeritzte Inschrift am Schrein rühmt den Gott Thot als der Zweimalgroße und Herr von Hermupolis, der Leben, Heil, Gesundheit, lange Lebensdauer sowie alles Gute dem Stifter namens Anch geben sollte.
Als Kultempfänger erscheint Thot häufig in Gestalt eines hockenden oder stehenden Ibisses. Die Mondsichel und -scheibe der Paviane unterstreichen den lunaren Aspekt und damit die Deutung als dem Thot zugehörigen heiligen Tieren. Zudem stand Thot seit dem Mittleren Reich im engen Verhältnis zu Maat, indem er als der, "der Maat schreibt" bezeichnet wird. In zahlreichen Figurengruppen tritt sie zusammen mit dem Ibis auf. Die Mehrfigürliche scheint im Kontext des Kultes des Thot zu stehen. Thot ist hier in zwei Erscheinungsformen als Ibis und Pavian vertreten. In Verbindung mit Maat wird er die Funktion des ordnenden Gottes, Hauptgott von Hermupolis, zugewiesen. In seinen doppelten Darstellungen zusammen mit der Inschrift sollen die schützenden Aspekte des Gottes Thot zum Vorschein gebracht werden.
(I. Liao)

Letzte Aktualisierung: 12.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).