Logo

Kette bestehend aus Scheibenperlen

Ident. Nr.: ÄM 23263

ObjID: obj:599018

Details (Expert)

Beteiligte
Guy Brunton (1878 - 1948),
Grabungsleiter*in
Datierung
Pan Grave Culture–Dyn. XII–XVIII
Datierung engl.: Pan Grave Culture–Dynasty XII–XVIII
Weitere Titel
Sammlungstitel: Kette bestehend aus Scheibenperlen
Übersetzung: Necklace with disc beads
Geografische Bezüge
Material / Technik
Fayence (Material), türkis
Abmessungen
Länge x Durchmesser: 100 x 0,5 cm

Objektbeschreibung

Fayence, auch als Quarzkeramik bezeichnet, bildete eines der beliebtesten Materialien zur Herstellung von Schmuckobjekten im alten Ägypten. Fayenceperlen konnten z. B. inunterschiedlichen Formen und Farben zu Ketten zusammengesetzt werden, die nahezu aus allen Epochen der ägyptischen Geschichte überliefert sind. Diese modern gereihte Kette stammt aus einem Grab in Mostagedda und besteht aus Scheibenperlen. Ketten dieser Art wurden wohl von einem Großteil der Bevölkerung im Alltag getragen.
(J. Jancziak)

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).