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Vier große Kugelperlen

Ident. Nr.: ÄM 8471

ObjID: obj:601631

Details (Expert)

Beteiligte
George Andrew Reisner (5.11.1867 - 6.6.1942),
Grabungsleiter*in
Walter Wreszinski (8.3.1880 - 9.4.1935),
Mäzen*atin
Datierung
Kerma (Mittel/Obernubien)
Geografische Bezüge
Abmessungen
Durchmesser: 2 cm bis 2,5 cm

Objektbeschreibung

Objekte aus glasiertem Stein sind zwar aus Ägypten für einen langen Zeitraum belegt, jedoch kommen sie nie in besonders hoher Stückzahl vor. Anders ist es im nubischen Kerma, wo sie zudem auf eine ausgesprochen hoch entwickelte Handwerkskunst schließen lassen. Als Rohstoffe dienten Kupferoxid, Quarzit, Kristall und Holzkohle. Der Ausgräber George A. Reisner vermutete in Kerma einen wichtigen Herstellungsort glasierter Steinobjekte. Diese vier kugelförmigen Perlen fanden sich zusammen mit einer der Nebenbestattungen im Grabtumulus K IV.

Letzte Aktualisierung: 14.11.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).