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Stele des Wen-nechu

Ident. Nr.: ÄM 31291

ObjID: obj:602272

Details (Expert)

Datierung
Ramses II.
Datierung engl.: Ramesses II
Weitere Titel
Sammlungstitel: Stele des Wen-nechu
Übersetzung: Stele of Wennekhu
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 38,5 x 25 x 7 cm

Objektbeschreibung

Die Stele des Wen-nechu gliedert sich in zwei Register. Das obere Bildfeld wird von der Darstellung zweier thronender Götter bestimmt. Links befindet sich Amun-Re mit der Doppelfederkrone und rechts Re-Harachte, der falkenköpfige Sonnengott. Beide sitzen sich gegenüber und halten jeweils ein machtsymbolisierendes Was-Zepter in der Hand. Der Stifter des Denksteines ist im unteren Register in betender Haltung zu sehen. Die Inschrift beinhaltet ein Gebet mit der Bitte an die oben dargestellten Gottheiten um „Leben und Wohlergehen“ sowie dem Wunsch nach einem „schönen Begräbnis“ im „großen Westen von Theben“. Zwischen den erhobenen Händen Wen-nechus steht in der senkrechten Kolumne außerdem sein Titel „Diener an der Stätte der Wahrheit“. Damit kann eine sichere Aussage über die Herkunft der Stele getroffen werden: Sie stammt aus dem Ort, der heute Deir el-Medine genannt wird. In dieser planmäßig angelegten Arbeitersiedlung in Theben-West lebten seit Beginn des Neuen Reiches Handwerker und Künstler mit ihren Familien. Sie waren mit dem Bau und der Dekoration der Königsgräber im Tal der Könige beauftragt. Die Arbeiter legten ihre eigenen Gräber in unmittelbarer Nähe zur Stadt an, die eine bemerkenswerte Ausschmückung aufweisen. Aufgrund ihres Berufes stellten sie zum Teil auch ihre eigenen Stelen her, die entweder im Grabbereich oder als Votivstelen im Tempel ihre Aufstellung fanden. Die Darstellung der Gottheiten im oberen Bildfeld spricht zunächst für eine Platzierung im Tempelbezirk. Doch die direkt formulierte Bitte an die Götter ist ein Zeichen persönlicher Frömmigkeit. Damit besteht die Möglichkeit, dass das Objekt aus dem Grabbezirk des Wen-nechu stammt und dort im Hof oder in einer Nische der Kapelle aufgestellt war.
(M. Jung)

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).