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Name der Königin Amanishakheto in Kartusche

Ident. Nr.: ÄM 2245

ObjID: obj:605656

Details (Expert)

Beteiligte
Carl Richard Lepsius (23.12.1810 - 10.7.1884),
Expeditionsleiter*in
Datierung
Historische Datierung: Amanishakheto (Amanischacheto)
Datierung engl.: Amanishakheto
Weitere Titel
Sammlungstitel: Name der Königin Amanishakheto in Kartusche
Übersetzung: Block with the name of queen Amanishakheto inside a cartouche
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 33,4 x 34,5 x 25,5 cm

Objektbeschreibung

An der Ostseite der meroitischen Pyramiden wurden Grabkapellen errichtet, auf deren Wänden sich die Besitzer abbilden ließen. Der Block stammt von der Außenseite des rechten Pylonturms der Pyramide der Königin Amansihakheto. Auf dem Sandsteinblock befindet sich die Kartusche mit ihrem Namen in meroitischen Hieroglyphen. In der Gesamtdarstellung steht die Königin beiderseits des Kapelleneingangs, hält vor sich ein Bündel von Gefangenen und setzt ihre Lanze auf deren Schultern. Die Kopfpartie ist auf dem dazugehörigen Block ÄM 2244 erkennbar, auf der die Königin um die eng anliegende Löckchenfrisur einen breiten Reif, ein Diadem, trägt. An diesem ist über der Stirn ein Schildring mit einem Widderkopf, eine Darstellung des Gottes Amun, befestigt. Auf dem Scheitel liegt ein Geierbalg, der wohl als Schmuck aus Goldblech zu verstehen. Vom Nacken zum Kinn ist ein schmales Band gespannt, das an der Wange zwei Uräusschlangen hält.
(J. Helmbold-Doyé)

Letzte Aktualisierung: 17.11.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Hor-chebt, Priester der Isis

Statuette des Hor-chebt, Priester der Isis

Die Statue ist in sitzender Position auf einem massiven, blockhaften Stuhl wiedergegeben. Sie trägt ein bis zu den Knöcheln reichendes, glattes Gewand, das keine weiteren Details erkennen lässt. Oberkörper und Füße sind heute leider verloren, die erhaltene Oberfläche wurde teilweise stark beschädigt. Beide Unterarme ruhen auf dem Schoß mit noch in Ansätzen erhaltenen Händen, der Dargestellte hielt einst ein heute nahezu völlig zerstörtes, göttliches Emblem vor sich, den Inschriften nach zu urteilen wohl eine Manifestation einer der in den Hieroglypheninschriften genannten Gottheiten. Die somit als theophor zu bezeichnende Statue ist daher in den Kontext einer Tempelstiftung zu verorten. An beiden Seiten des Sitzes befinden sich jeweils vier Zeilen eines eingravierten Hieroglyphentexts, während die Sockelzone und der oberhalb der niedrigen Rückenlehne ansetzende, schmale Rückenpfeiler unbeschriftet geblieben sind. Die Inschrift der linken Seite lautet: „Der König gebe ein Opfer an Osiris-den-Herrscher, zu-Gast-im-Fayûm, damit jener gebe ein Totenopfer den Ka des Priesters der Isis, Wärters des Horus, Priesters der Bastet (namens) Hor-achbit, Sohnes des Gleichbetitelten Harsomtus.“ Die Inschrift der rechten Seite lautet: „Der König gebe ein Opfer an Sobek von Schedet, damit jener gebe ein Totenopfer den Ka des Priesters des Sobek-Horus, Dieners im Tempel-Sanktuar, berichterstattenden Priesters, der seinen Herrn ankleidet im Tempel von Krokodilopolis (namens) Hor-achbit, Sohnes des Gleichbetitelten Harsomtus.“Ein lokaler Priester namens Hor-achbit hat also nach Auskunft der Inschriften diese Statue gestiftet. Er war den Titeln gemäß für zahlreiche Gottheiten zuständig, wenn auch Ämterhäufungen in der Spätzeit nicht unbedingt der Realität entsprochen haben müssen und jene vielleicht teilweise eher Rang- denn Amtstitel waren. Priester der Isis, als Mutter des Sobek von Schedet, sind im Fayûm nur äußerst selten belegt. Auch für Bastet-Priester sind nur zwei weitere Belege vorhanden, so dass diese Statue eine wichtige Quelle für das spätzeitliche Kultgeschehen im Fayûm darstellt, zumal wir vom Haupttempel von Schedet in dieser Zeit nicht allzuviel wissen. Hor-achbit selbst ist aus anderen Quellen übrigens bislang nicht bekannt.Die Nennung von Schedet als Kultort einer Lokalform des krokodilgestaltigen Gottes Sobek verweist dabei auf die ursprüngliche Aufstellung. In diesem Ort im Fayûm, griechisch Krokodilopolis, heute Medinet al-Fayûm, wurde die Statue von Heinrich Brugsch gefunden. Dies spricht dafür, dass sie einst in den Ortstempel des lokalen Sobek in der Hauptstadt des Fayûm gestiftet worden sein dürfte(Jan Moje)