Einlage in Gestalt einer Perücke
Ident. Nr.: ÄM 24568
ObjID: obj:605928
Schenkung James Simon, 1920
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Historische Datierung: Amenophis (Amenhotep) IV. / EchnatonDatierung engl.: Amenhotep IV / Akhenaten
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Einlage in Gestalt einer PerückeÜbersetzung: Inlay shaped as a wig
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Granit (Material / Stein); ehemals bemalt
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 20,8 x 21 x 3,2 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/605928
Objektbeschreibung
Einlagen aus unterschiedlichen Gesteinsarten wurden in Reliefs eingefügt, um ihnen mehr Plastizität und Farbigkeit zu verleihen. Der menschliche Körper und die Stoffe der Bekleidung wurden daher oft aus verschiedenfarbigen Elementen zusammengesetzt. Dazu wurden Steine wie beispielsweise rötlicher Quarzit, schwarzer oder roter Granit und heller Calcit verwendet. Die Perücke stammt aus der Bildhauerwerkstatt P 49.6, in der auch viele Werkzeuge und Werkstücke gefunden wurden. Das Stück schwarzen Granits erkannte Ludwig Borchardt noch nicht als Perücke, sondern vermutete eine Verwendung als „Feder von einem großen Kopfschmuck“. Steineinlagen wie dieses fanden häufig in Tempelverkleidungen und -säulen Verwendung, um einen farbigen Kontrast zum hellen Untergrund zu schaffen. Im Großen Aton-Tempel in Achet-Aton gab es vermutlich auch Reliefdarstellungen mit Verzierungen und Einlagen dieser Art.
Nach: Tauschner, L., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 260 (Kat.-Nr. 40).
Letzte Aktualisierung: 29.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
E-Mail:
aemp@smb.spk-berlin.de