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Löwenkopf von einem Balsamierungstisch (?)

Ident. Nr.: ÄM 21762

ObjID: obj:606519

Details (Expert)

Beteiligte
Georg Steindorff (12.11.1861 - 28.8.1951),
Vorbesitzer*in
Datierung
Historische Datierung: Neues Reich
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 19,5 x 15 x 20,5 cm

Objektbeschreibung

Dieser meisterlich gebildete Löwenkopf ist unvollendet und verdeutlicht wohl gerade deshalb die überlegte Formgebung und Stilisierung, die für Jahrhunderte gültig geblieben ist. Der Kopf hat hinten eine Ausfachung mit einem Dübelloch in der waagerechten Schnittfläche. Dies deutet auf die Verwendung des Kopfes als Verzierung eines offenbar monumentalen, im Kult verwandten Möbels, das aus anderem Material gefertigt war, etwa eines Thrones oder eines Bettes, einer Opferplatte oder eines Tisches, wie sie die Mumifizierer verwandten. Solche Möbel waren gerne so gestaltet, dass die Seitenteile des Rahmens und die Füße einen Löwen darstellten.

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).