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Modell einer Bäckerei mit zwei Figuren

Ident. Nr.: ÄM 10828

ObjID: obj:606709

Details (Expert)

Beteiligte
Mohareb Todrus (ca. 1847 - 1937),
Vorbesitzer*in
Datierung
11. Dynastie
Datierung engl.: 11th Dynasty
Weitere Titel
Sammlungstitel: Modell einer Bäckerei mit zwei Figuren
Übersetzung: Model showing bread production
Geografische Bezüge
Material / Technik
Holz (Material); bemalt
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 18,5 x 20,5 x 47 cm

Objektbeschreibung

Die Ägypter glaubten an ein Leben nach dem Tod, in dem sie – wie in der diesseitigen Welt – auf eine vollständige Versorgung mit allen lebensnotwendigen Gütern angewiesen sind. Einerseits wurde dieses durch reale Opfergaben gewährleistet, die den Verstorbenen mitgegeben oder von Verwandten immer wieder neu gebracht wurden, andererseits durch Abbildungen und Modelle von Gebrauchsgegenständen und Lebensmitteln des täglichen Bedarfs sowie Szenen alltäglicher Arbeit. Denn für die Ägypter war jede Darstellung auch eine Wiedergabe der realen Welt. Somit konnte allein durch die Visualisierung eine dauerhafte Versorgung gewährleistet werden. Während im 3. Jtsd. v. Chr. flachbildliche Darstellungen – Reliefs und Malereien – in den Gräbern vorherrschten, wurden in der 1. Zwischenzeit (2150–2030 v. Chr.) und im Mittleren Reich (2030–1750 v. Chr.) bevorzugt kleine Holzmodelle angefertigt, die die Lagerung und Zubereitung unterschiedlicher Speisen in lebendigen Szenen wiedergeben. Diese Modelle zeigen oft sehr detailliert die einzelnen Arbeitsschritte und ermöglichen damit einen Einblick in das tägliche Leben der alten Ägypter. In dem Modell einer Bäckerei ist ein Mann damit beschäftigt, den Teig zu formen, der zuvor in dem daneben stehenden Topf geknetet worden ist. Ein zweiter Mann sitzt vor einem glühenden Lehmofen, in dem die Teigrohlinge gebacken werden. Das Feuer ist durch die rote Färbung angedeutet. Während die rechte Hand des Mannes einen langen Stab hält, mit dem er das Feuer schürt und die Brote in den Ofen schiebt, ist seine Linke leicht erhoben, zum Schutz vor Funken. Die Figuren sind mit beweglichen Armen ausgestattet, sodass die Szene einen sehr lebendigen Charakter erhält.
(O. Zorn)

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).