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Statuette des Gottes Osiris mit Atef-Krone

Ident. Nr.: ÄM 114

ObjID: obj:606786

Details (Expert)

Weitere Titel
Sammlungstitel: Statuette des Gottes Osiris mit Atef-Krone
Übersetzung: Statuette of the god Osiris with Atef crown
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 19,7 x 4,5 x 3,8 cm

Objektbeschreibung

Osiris wird am häufigsten als verhüllte Mumie dargestellt, was seine Verbindung zu den Toten betont. Seine Hände sind über der Brust gekreuzt. In der Linken hält er die Geißel, in der Rechten das Zepter; Insignien, die mit dem ägyptischen Königtum in Verbindung gebracht werden. Ein Brustschmuck ist eingraviert und er trägt einen langen, geflochtenen Bart, ein Symbol der Göttlichkeit. Seine Krone bündelt die weiße Krone Oberägyptens mit Straußenfedern (Atef-Krone) und wird von einer Uräus-Schlange geschützt. Die Kobra ist bereit, Feuer auf ihre Feinde zu spucken. 
Im ersten Jahrtausend v. Chr. wurden Statuen und Statuetten von Osiris überreichlich angeboten, was sowohl die Bedeutung des Gottes als auch eine Veränderung in der Art und Weise, in dem die alten Ägypter bestimmte Rituale durchführten, widerspiegelte. Osiris-Statuen wurden in Tempeln und Schreinen, die ihm gehörten, gefunden. Sie wurden aber auch als Opfergaben in schwierig zu erklärenden Zusammenhängen entdeckt.
Die Figur wurde im Wachsausschmelzverfahren gegossen, wobei die feinen Zierlinien in das Wachsmodell eingraviert wurden.
I. Regulski

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).