Logo

Statuette einer nubischen Dienerin

Ident. Nr.: ÄM 14389

ObjID: obj:606888

Details (Expert)

Datierung
Historische Datierung: 18. Dynastie
Weitere Titel
Sammlungstitel: Statuette einer nubischen Dienerin
Übersetzung: Statuette of nubian female servant
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 13,5 x 4 x 3 cm

Objektbeschreibung

Die Statuette einer Dienerin war wohl Teil einer Grabausstattung. Ebenso wie im Diesseits lag ihre Funktion darin, den Grabherrn im Jenseits zu versorgen. Das Mädchen ist in einer Standschreithaltung dargestellt und trägt einen schmalen, vergoldeten Gürtel sowie einen dreireihigen, stuckierten und vergoldeten Schulterkragen. Auf der linken Schulter trug sie einen nicht mehr erhaltenen Gegenstand, bei dem es sich, wie aus Vergleichen mit ähnlichen Statuetten hervorgeht, um ein Gefäß gehandelt haben dürfte. Der rechte Arm liegt am Körper an und die Hand ist zu einer Faust geballt sowie durchbohrt. Auch darin dürfte sich ein Gegenstand befunden haben, vielleicht ein Schmuckgegenstand oder Blumen.
(J. Jancziak)

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).