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Fragment eines Grabreliefs: zwei Prinzessinnen mit Sistren,Töchter Amenophis' III.

Ident. Nr.: ÄM 18526

ObjID: obj:606905

Details (Expert)

Datierung
Historische Datierung: Amenophis III. - Amenophis IV.
Datierung engl.: Amenhotep III
Weitere Titel
Sammlungstitel: Fragment eines Grabreliefs: zwei Prinzessinnen mit Sistren,Töchter Amenophis' III.
Übersetzung: Fragment of a tomb relief depicting two princesses (daughters of Amenhotep III) with sistra
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 41 x 42,5 x 7,2 cm

Objektbeschreibung

Das Relieffragment aus dem Grab des Cheruef zeigt zwei Prinzessinnen, Töchter des Pharao Amenophis III., die jeweils in der rechten Hand ein Naos-Sistrum halten. Das Sistrum war ein Musikinstrument und spielte im kultischen Geschehen eines Tempels eine bedeutende Rolle. Es besteht aus einem Griff, dessen oberes Ende in Form eines weiblichen Kopfes mit Kuhhörnern endet und ein Symbol der Göttin Hathor darstellt. Das Rhythmusinstrument gehörte zur Ausstattung der Tempelsängerinnen und wurde bei religiösen Festen und Prozessionen benutzt, an denen auch Prinzessinnen teilnehmen durften. Als Zeichen der Göttin Hathor ist das Sistrum mit deren göttlichen Heilskräften und Segnungen ausgestattet, die sowohl an den König als auch an die Götter übertragen werden konnten. Die Darstellung, aus der dieses Fragment stammt, bezieht sich auf das Aufrichten des Djedpfeilers durch Amenophis III. im Rahmen der alljährlichen Tempelfeste.
Aus: Jung, M., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 204 (Kat.-Nr. 5).

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).